Laut der Studie "Kaufkraft Europa 2025" von GfK/NIQGeomarketing ist Oeiras die portugiesische Gemeinde mit der höchsten Pro-Kopf-Kaufkraft und hat damit Lissabon bereits überholt.

Laut Diário de Notícias (DN) hat die Gemeinde ein Durchschnittseinkommen von 26.863 Euro pro Einwohner. Dieser Wert ist etwas höher als der der portugiesischen Hauptstadt, die mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen von 26.161 Euro an zweiter Stelle liegt.

Auf Lissabon folgen die Gemeinden Cascais, Alcochete und Vila do Porto, die alle über 22.000 Euro pro Jahr und Einwohner verfügen. Aus der Studie geht auch hervor, dass Porto, Coimbra und Mafra zu den zehn Gemeinden mit der höchsten Kaufkraft gehören, die alle ein jährliches Pro-Kopf-Einkommen von mehr als 20.000 Euro haben.

Vinhas und Benavente im Landesinneren liegen noch unter dem nationalen Durchschnitt, was die Folgen der Küstenwanderung verdeutlicht.

In der Gesamtwertung ist Portugal auf europäischer Ebene um einen Platz zurückgefallen und liegt nun auf Platz 22 von 42 Ländern. Die durchschnittliche Kaufkraft des Landes stieg jedoch auf 16.943 Euro pro Kopf.

Laut der Studie, die von DN veröffentlicht wurde, haben sich Konsum und Einkommen erholt, was auf die Stabilisierung der Wirtschaft und den allmählichen Rückgang der Inflation zurückzuführen ist.

Allerdings schränken Faktoren wie Wohnungs-, Energie- und Lebensmittelkosten aufgrund ihrer hohen Preise weiterhin die Kaufkraft der portugiesischen Familien ein.

In einer von DN zitierten Erklärung sagte António Salvador, Generaldirektor von GfK/NIQ in Portugal, dass "der Fortschritt gegenüber dem europäischen Durchschnitt begrenzt bleibt, was die strukturellen Herausforderungen der portugiesischen Wirtschaft widerspiegelt."