Frühe Inspirationen und ein Leben im Zeichen der Musik

Christopher entdeckte schon früh seine Liebe zur Musik. Als Teenager fesselten ihn MTV-Musikvideos, in denen er Musiker aus nächster Nähe spielen sehen konnte, und er liebte den Klang der elektrischen Bassgitarre. Als er ins Geschäft einstieg, war es nie sein Ziel, nach Ruhm zu streben. Er wollte einfach seinen Lebensunterhalt mit Musik verdienen. In den letzten 30 Jahren hat er genau das getan, indem er aufgetreten ist, unterrichtet, Aufnahmen gemacht und Musik geschrieben hat. Derzeit ist er sehr dankbar für alles, was er erreicht hat.

Arbeit mit großen Namen

Durch die Arbeit mit einem breiten Spektrum von Künstlern lernte er, dass Musiker mit denselben Unsicherheiten zu kämpfen haben wie wir alle. Er fühlte sich wohl bei der Arbeit mit großen Namen, da er versuchte, sie als Musikerkollegen und nicht als Stars zu sehen.

"Die meisten berühmten Musiker sind ziemlich unsicher. Sie glauben, dass sie durch Zufall berühmt, reich oder erfolgreich geworden sind, und dass sie jeden Moment als Betrüger entlarvt werden können. Bei Menschen, die viel Anerkennung bekommen haben, ist das 'Imposter-Syndrom' weit verbreitet. Das ist keine falsche Bescheidenheit; sie fühlen sich wirklich glücklich.

Eine lang erwartete Rückkehr

Nach einer 20-jährigen Pause zwischen den Soloalben ist Christophers neue Veröffentlichung Lost and Found eine kraftvolle Rückkehr. Das Album berührt viele Genres - Rock, Funk, Fusion und sogar etwas Pop, was das Hörerlebnis unterhaltsam und erfreulich macht.

"Bei Lost and Found habe ich absichtlich beschlossen, das aufzunehmen, was ich wollte, unabhängig von stilistischen Bezeichnungen. Ich denke, es hilft, wenn der Hörer überrascht sein kann, welche Art von Song als nächstes auf einem Album kommt."

Ein Songwriting-Prozess, der auf Akkorden und Neugierde basiert

Christopher beginnt seinen Songwriting-Prozess fast immer mit Akkorden. Er setzt sich mit einer Gitarre oder einem Klavier hin und spielt einfach ein paar relativ zufällige Akkorde durch, bis er etwas hört, das ihm gefällt. Nachdem er eine Akkordfolge erstellt hat, fängt er an, zufällige Klänge zu singen, um eine passende Melodie zu finden. Der Text kommt fast immer zuletzt, weil er sich gerne von der Melodie einschränken lässt.

Eine sich verändernde Musikindustrie

Nachdem er so viele Jahre nicht mehr als Künstler tätig war, hat Christopher den enormen Wandel der Branche miterlebt. Die große Herausforderung für Künstler besteht heute darin, dass sie kein physisches Produkt verkaufen können. Gleichzeitig ist vieles einfacher geworden, da die Künstler jetzt jeden Musikfan auf der Welt über Streaming-Dienste und soziale Medien erreichen können. "Der Vertrieb war noch nie so einfach. Ein Künstler hat eine direktere Verbindung zu seinen Fans als je zuvor", erklärt er und fügt hinzu: "Es gab eine Zeit, in der man Zehntausende von Dollar zahlen musste, um eine Platte zu machen. Jetzt kann man das alles auf seinem Laptop machen. Früher war es fast unmöglich, dass die Leute deine Musik hören konnten."

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In Coimbra ein Zuhause finden

Christopher ist während seiner Musikkarriere viel gereist, und er hat es geliebt. Neue Orte zu besuchen, um andere Kulturen, Sprachen, Speisen, Landschaften und Menschen kennenzulernen, gehört zu seinen größten Hobbys. All das legte den Grundstein dafür, dass er irgendwann einmal ins Ausland ziehen würde.

Im Jahr 2022 gründeten er und seine Frau eine Online-Musiklehrseite, die sich ausschließlich auf Übungsstrategien für Musiker konzentriert. Sie heißt Practice Warriors und sie sind sehr stolz darauf, dass sie dazu beigetragen hat, so viele Menschen davon zu überzeugen, dass sie großartige Musiker werden können. Da Practice Warriors aus der Ferne betrieben werden kann, sahen sie die Möglichkeit, ins Ausland zu ziehen und dort zu leben.

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"Wir wollten nach Europa ziehen und nicht in einem zu kalten Klima leben, also dachten wir sofort an Portugal. Hier haben wir 2022 eine sechswöchige Reise unternommen, bei der wir etwa 16 Städte besichtigt haben. Aber als wir zum ersten Mal einen Fuß in Coimbra setzten, wussten wir, dass wir zu Hause sind.

Sie empfanden die Menschen als sehr freundlich, das Essen als sehr gesund und den Lebensstil als genau das, was sie suchten.

Christopher fand schnell Anschluss an die lokale Musikszene und hatte bereits die Gelegenheit, einige der besten Musiker der Stadt kennenzulernen. Er wurde eingeladen, mehrere Wochen lang mit großen Jazzmusikern im Salão Brasil in Coimbra zu spielen, und er hat auch einige kostenlose Musikkurse für lokale Schulen gegeben.

Die letzten Videoclips von Christopher wurden in Coimbra und Figueira da Foz gedreht.

"Ich wollte wirklich, dass Coimbra wie ein Charakter in allen Videos ist. Da ich an einem Ort lebe, an dem es so viele schöne Orte zum Filmen gibt, hatte ich nicht das Bedürfnis, woanders hinzureisen, um die Schönheit einzufangen, die ich in den Videos haben wollte."

Ratschläge für aufstrebende Künstler

Und hier ist Christophers Rat an neue Künstler: "Macht die Musik, die IHR machen wollt."

Er hat so viele einzigartige Künstler gesehen, die nach LA oder NY gezogen sind, mit Labels und Produzenten gearbeitet haben, die ihren Sound verändert haben, und am Ende klangen sie einfach wie alle anderen. "Sie haben ihre Stimme verloren, oder besser gesagt, sie haben ihre Stimme aufgegeben. Und natürlich blieb der große Erfolg aus. Hätten sie das beibehalten, was sie einzigartig machte, hätten sie vielleicht sogar eine bessere Chance gehabt, eine dauerhafte Musikkarriere aufzubauen."