In einer Pressekonferenz argumentierte André Ventura, dass sowohl die Regionalisierung als auch die Euthanasie nicht allein durch die Zustimmung der Versammlung der Republik umgesetzt werden können - daher müsse das portugiesische Volk zur Entscheidung aufgerufen werden.

Der Chega-Vorsitzende wies darauf hin, dass die Euthanasie, die bereits vom Parlament gebilligt wurde, "in der Schublade" des Präsidenten der Republik liege. Seinen Vorschlag für eine nationale Konsultation zur Regionalisierung, die bereits in der Verfassung selbst vorgesehen ist, begründete er mit Zweifeln am Verfahren zu deren möglicher Umsetzung.

"Es gibt Leute, die das Land im Verborgenen regionalisieren wollen, durch organische Gesetze", warnte er.

Als Präsidentschaftskandidat bezog sich André Ventura vor Journalisten auch auf die Verabschiedung des von der Regierung vorgeschlagenen Staatshaushalts für das Jahr 2026 und sagte, dass das Geschehen im Parlament von "demokratischer Normalität" geprägt sei.

Seiner Meinung nach gab es keine negativen Koalitionen bei Themen wie dem Einfrieren der Studiengebühren, der Befreiung von Mautgebühren auf einigen Autobahnabschnitten oder der Entscheidung, die Bedingungen für psychische Gesundheit zu verbessern.

"Es herrschte demokratische Normalität. Die drei größten Parteien - PSD, Chega und PS - bildeten mit unterschiedlichen Geometrien Mehrheiten im Parlament", argumentierte er.

Aus politischer Sicht versuchte André Ventura, eine Garantie zu hinterlassen: "Wenn ich zum Präsidenten der Republik gewählt werde, werde ich keine Galionsfigur und kein Bänderschneider sein, sondern ein Interventionist und ein Staatsoberhaupt der Tat."