Das ikonische Design der berühmten Casa do Bico zeichnet sich durch die so genannten "Diamantsteine" aus, pyramidenförmige Zacken, die horizontal aus der Vorderwand des Gebäudes herausragen. Das Gebäude hat nicht nur eine unglaublich einzigartige Ausstrahlung, sondern ist auch architektonisch sehr relevant.
Diese Idee wurde erstmals in der Renaissance eingeführt, die in den 1500er Jahren entstand. Sie weist auch Aspekte des weit verbreiteten manuelinischen Baustils auf. Die ursprüngliche Fassade wurde jedoch bei dem Erdbeben von 1755 in Lissabon zerstört.
Nachdem sie jahrhundertelang eine Ruine war, wurde sie 1980 wieder aufgebaut. Die mit dem Pritzker-Preis ausgezeichneten Architekten Álvaro Siza Vieira, Raul Lino, José Daniel Santa-Rita Fernandes und Manuel Vicente schufen das heutige Design.
Auch das Innere ist ein Spektakel, und zwar ganz anders, als man von außen vermuten würde.
Das vielleicht Interessanteste an der Inneneinrichtung ist, dass während des Wiederaufbaus entdeckt wurde, dass unter dem Boden verschiedene römische und islamische Ruinen verborgen waren. Sie zeigen das Alter Lissabons und schaffen einen wunderbaren Effekt, um das Alte in der Moderne zu sehen.
Ist die Casa do Bico die ikonischste Fassade von Lissabon?

