Die Verschiebung der Einführung des neuen Systems erfolgt, nachdem Bedenken geäußert wurden, dass das EES die Wartezeiten auf europäischen Flughäfen verlängern könnte, wie The Portugal News berichtet.

Das System wurde in Spanien getestet, wie EuroWeeklyNews berichtet. Die Tests kamen zu dem Ergebnis, dass das EES zu längeren Wartezeiten führt, was in der Haupturlaubszeit, d. h. im Sommer, problematisch werden könnte.

Bis zur vollständigen Einführung des Systems auf allen Flughäfen des Schengen-Raums werden die Reisenden je nach Reiseziel und Auslastung des Flughafens mit einer Mischung aus alten und neuen Grenzverfahren rechnen müssen.

Der Zweck des EES

Mit dem EES sollen die Grenzkontrollen im Schengen-Raum modernisiert werden. Für Reisende aus Nicht-EU-Ländern wäre daher kein Passstempel mehr erforderlich. Ziel ist es, die biometrischen Daten der Reisenden zu erfassen, darunter Fingerabdrücke und ein Gesichtsbild.

Mit dieser Maßnahme soll ein genaueres System geschaffen werden, das den Behörden hilft, Überschreitungen der Aufenthaltsdauer leichter zu erkennen.

Was als Erleichterung gedacht war, erwies sich jedoch als komplizierter und zeitaufwändiger. Dies zeigte sich bei Systemtests, die zu langen Warteschlangen an den Flughäfen führten, insbesondere an den am stärksten frequentierten.

Flughäfen schieben die Frist hinaus

Während der Einführung des EES am Flughafen Lissabon waren die Probleme, auf die The Portugal News hinwies, so gravierend, dass die biometrischen Kioske bis auf Weiteres gestoppt wurden, um die Warteschlangen am Flughafen zu vermeiden und so die Wartezeiten zu verkürzen, wie bereits berichtet.

Die Behörden haben erklärt, dass lange Warteschlangen an Flughäfen nicht nur unangenehm für die Reisenden sind, sondern auch ein Risiko für die Sicherheit am Flughafen darstellen können.