Campo Grande ist eine der Metrostationen in Lissabon, bei der die Kunst fast Teil der Architektur selbst ist. Es handelt sich um eine große, offene Station, an der sich die grüne und die gelbe Linie treffen. Die Kunst trägt dazu bei, dass die Station ihre eigene Identität entwickelt, die ansonsten wie ein einfacher Betonknotenpunkt wirken könnte.
Die Hauptkunstinstallation wurde von dem portugiesischen Künstler Eduardo Nery entworfen. Er verwendete traditionelle portugiesische Barockfliesen. In der Regel dekonstruieren sie menschliche Figuren, indem sie sie in kleine Quadrate zerlegen, was dazu führt, dass man Traditionen in Frage stellt und das, was normalerweise als historisch und unantastbar gilt, durch eine neue Linse sieht.
Der Campo Grande ist ein gutes Beispiel dafür, wie Lissabon Kunstinstallationen einsetzt, um alltägliche Wege interessanter zu gestalten und zum Nachdenken anzuregen, und das oft mit sehr einfachen Mitteln wie der Kachelkunst. Sind Sie durch Campo Grande gegangen und haben diese Figuren und Muster bemerkt? Wie hat es Ihnen gefallen, die Tradition auf diese Weise dargestellt zu sehen?
