Der berühmte portugiesische Gitarrist, der 1925 geboren wurde und 2004 starb, wurde zu Lebzeiten zu einem wichtigen Symbol der portugiesischen Kultur, indem er traditionelle Fado-Elemente mit klassischen und modernen Einflüssen vermischte und der portugiesischen Musik einen unauslöschlichen Stempel aufdrückte. Die portugiesische Gitarre, auf der er spielte und komponierte (guitarra portuguesa), unterscheidet sich grundlegend von einer gewöhnlichen klassischen oder akustischen Gitarre in ihrer Form, der 12-saitigen Konfiguration, der Stimmung und dem Verwendungszweck, mit einer charakteristischen Tropfen- oder Birnenform und einem flachen Boden, der an eine Mandoline erinnert.
Dieser bemerkenswerte Mann war bekannt als "O homem dos mil dedos" (Der Mann mit den tausend Fingern), der ikonische Musik für Film, Theater und Sologitarre komponierte, darunter "Canção Verdes Anos", den Soundtrack für den Film "Os Verdes Anos" von 1963, den Sie sich unbedingt anhören sollten, wenn Sie ihn noch nie gehört haben, denn es ist ein wunderschönes, eindringliches Stück Musik.
Er wurde 1925 in Coimbra in eine Familie hineingeboren, in der das Gitarrenspiel bereits eine große Rolle spielte - sein Vater, Artur Paredes, war ein bekannter Musiker, der ihm das Spielen beibrachte, und sein Großvater, Gonçalo Paredes, folgte ihm.
Carlos wurde ein bekannter portugiesischer Gitarrenkomponist, aber er pflegte den künstlerischen Dialog mit anderen Musikrichtungen. Er veröffentlichte mehrere Alben als Solokünstler, trat in der ganzen Welt auf und komponierte zahlreiche Soundtracks für Filme und Theaterstücke.
Autor: Museu do Fado;
Revolutionierte die portugiesische Gitarre
Paredes revolutionierte die portugiesische Gitarre, indem er die Tradition mit seinen eigenen Innovationen verschmolz und sie auf ein nie dagewesenes Niveau brachte. Als er 14 Jahre alt war, trat Carlos Paredes zusammen mit seinem Vater in einer wöchentlichen nationalen Radiosendung auf. Trotz seines bemerkenswerten Talents und seiner Anerkennung in der Musikbranche zog Paredes immer ein diskretes Leben vor und arbeitete viele Jahre lang in den Röntgenarchiven des Lissabonner Krankenhauses S. José. Er führte ein ganz normales Leben, war zweimal verheiratet: zuerst mit Ana Maria Napoleão Franco (1960) und später mit Cecília de Melo und hatte sechs Kinder. Man erinnert sich an ihn wegen seiner Hingabe an sein Handwerk und seines bescheidenen, bodenständigen Charakters sowie wegen seiner persönlichen Entscheidung, das Leben eines einfachen Bürgers dem Ruhm eines typischen Musikers vorzuziehen.
Verhaftet
Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er unter der Diktatur des Estado Novo und engagierte sich 1961 bei antifaschistischen Aktivitäten, was dazu führte, dass er im September 1958 bei der Arbeit von der PIDE (politische Polizei) verhaftet wurde. Wegen seines Engagements für die damals illegale Portugiesische Kommunistische Partei wurde er 18 Monate lang inhaftiert und verbrachte offenbar einen Teil dieser Zeit in Einzelhaft. Während seiner Haft soll er weiterhin Musik komponiert haben, in seiner Zelle auf und ab gegangen sein und so getan haben, als würde er Gitarre spielen, was einige zu der Annahme veranlasste, er würde den Verstand verlieren. Diese Erfahrung hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf sein Leben und seine Musik, was sich in seinen Kompositionen und seiner Einstellung zur Gesellschaft widerspiegelt.
Credits: Wikipedia;
Großer Einfluss auf die portugiesische Musik
Er hatte einen großen Einfluss auf die portugiesische Volksmusik und den Fado von Coimbra, den er nie ablehnte. Er war für die Erneuerung und Neuerfindung neuer Töne in der portugiesischen Gitarre verantwortlich und arbeitete eng mit bekannten Fado-Sängern und -Musikern zusammen, darunter José Afonso, Adriano Correia de Oliveira, Luís Goes und António Bernardino, und komponierte für Amália Rodrigues.
Als Nicht-Portugiese kennen Sie die Musik dieses Mannes wahrscheinlich nicht, aber Sie sollten sich die Zeit nehmen und zuhören. Er besaß außergewöhnliche technische Fähigkeiten auf der portugiesischen Gitarre, und der Hinweis auf seine "tausend Finger" deutet auf unglaubliche Geschwindigkeit, Geschicklichkeit und Präzision hin. Er benutzte selten Notenblätter, komponierte ausschließlich nach Gehör und schuf komplizierte, oft improvisierte Stücke, die das expressive, emotionale Potenzial des Instruments über die traditionelle Fado-Begleitung hinaus erweiterten.
Sein Werk lebt weiter und inspiriert neue Generationen von Musikern, die die portugiesische Gitarre weiter erforschen und erneuern und dabei seine Innovationen und Beiträge respektieren. Sein Werk gilt als Symbol für Widerstandsfähigkeit und die portugiesische Seele.







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