Das Unternehmen unterbreitete ein Angebot in Höhe von 5,4 Milliarden Euro für 49 Prozent der Fluggesellschaft; easyJet lehnte das Angebot jedoch ab und bezeichnete es laut Publituris als „opportunistisch“.

Travel Weekly berichtet, dass dies bereits das dritte Mal ist, dass die Fluggesellschaft ein Übernahmeangebot der Investmentfirma abgelehnt hat, woraufhin Castlelake das Angebot öffentlich machte, um die Aktionäre dazu zu bewegen, den Vorschlag noch einmal zu überdenken.

Im besten Interesse der Aktionäre

In seinem jüngsten Angebot schlug Castlelake vor, 6,25 Pfund pro Aktie zu zahlen, was etwa 7,21 € entspricht und einen Aufschlag von 24 Prozent gegenüber dem Aktienkurs der Fluggesellschaft vom vergangenen Freitag darstellt.

Laut „Travel Weekly“ bezeichnete easyJet diesen Vorschlag als „äußerst opportunistisch“, da er „vor dem Hintergrund eines vorübergehenden Kursrückgangs der easyJet-Aktie unterbreitet wurde und easyJet sowie dessen Aussichten grundlegend unterschätzt“.

Beeinflusst durch den Konflikt

Laut easyJet basierten die von Castlelake durchgeführten Aktienkursanalysen auf Kursen, die durch den Konflikt im Nahen Osten beeinflusst waren, sowie auf kurzfristigen Erträgen.

„Sie spiegeln weder die mittelfristigen Aussichten von easyJet noch die solide Bilanz und Kapitalstruktur wider, geschweige denn, dass sie eine angemessene Kontrollprämie bieten“, erklärte die Fluggesellschaft.

Darüber hinaus fügt easyJet hinzu, dass das laufende Jahr zwar von vorübergehenden Störungen im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten beeinträchtigt wurde, easyJet jedoch „weiterhin darauf fokussiert bleibt, sein mittelfristiges Ziel zu erreichen, nämlich einen Gewinn vor Steuern von über einer Milliarde Pfund zu erzielen.“

Frist: Freitag

Diese Erklärungen der Fluggesellschaft führten dazu, dass Castlelake dem easyJet-Vorstand mangelnde Bereitschaft zu einem konstruktiven Dialog vorwarf, versicherte jedoch, dass es das Ziel der Investmentfirma sei, „easyJet als stärkere und widerstandsfähigere europäische Fluggesellschaft unter europäischer Kontrolle zu unterstützen, die wertvollen Vermögenswerte von easyJet zu respektieren und das Streckennetz weiterhin aufrechtzuerhalten, um die darauf angewiesenen Passagiere zu bedienen und zukünftiges Wachstum zu ermöglichen“.

Laut „Travel Weekly“ hält Castlelake bereits einen Anteil von 2,14 Prozent an easyJet, und die Investmentgesellschaft hat nun bis zum 26. Juni Zeit, ein verbindliches Angebot vorzulegen oder von dem Geschäft zurückzutreten.