Das als „Cardenha das Formiguinhas“ bekannte Anwesen befindet sich in Branda de Santo António de Val de Poldros, in der Gemeinde Monção im Bezirk Viana do Castelo. Die abgelegene Bergsiedlung liegt auf rund 1.100 Metern über dem Meeresspiegel und zeichnet sich durch traditionelle Steingebäude, alte Pfade und Hochweiden aus.

Die Unterkunft ist wegen ihrer niedrigen Türen, moosbewachsenen Steinmauern und ihres rustikalen Erscheinungsbilds im Volksmund als portugiesisches „Hobbit-Haus“ bekannt geworden. Wie idealista jedoch berichtet, besteht kein Zusammenhang zwischen dem Anwesen und J.R.R. Tolkiens „Der Hobbit“ oder „Der Herr der Ringe“.

Vielmehr hat ihr Erscheinungsbild seine Wurzeln in den regionalen ländlichen Traditionen.

Traditionelle Siedlungsform

Cardenhas wurden traditionell von den „Brandeiros“ genutzt, den örtlichen Hirten, die ihr Vieh in den wärmeren Monaten in höhere Lagen trieben. Die charakteristischen Steingebäude boten sowohl Menschen als auch Tieren Schutz, wobei sich die Schlafbereiche traditionell über den für das Vieh genutzten Räumen befanden.

Diese Gebäude in Cardenha das Formiguinhas stammen vermutlich aus längst vergangenen Zeiten und wurden für den Tourismus restauriert, wobei viele ihrer ursprünglichen Merkmale erhalten blieben.

Die Unterkunft besteht aus drei miteinander verbundenen traditionellen Cardenhas und nicht aus einem herkömmlichen Haus. Ihre Steinbauweise, die kleinen Öffnungen und die Einbettung in die umgebende Landschaft verleihen dem Anwesen sein unverwechselbares Erscheinungsbild.

Die Unterkunft ist als lokale Beherbergungseinrichtung unter der Registrierungsnummer 168603/AL registriert und bietet Platz für bis zu vier Gäste.

Moderner Komfort

Trotz ihres historischen Erscheinungsbilds wurde die Unterkunft an die Bedürfnisse moderner Besucher angepasst.

Die Unterkunft umfasst ein Doppelzimmer und einen separaten Wohnbereich mit einem Schlafsofa sowie eine voll ausgestattete Küche, ein Badezimmer mit Dusche, WLAN, einen Smart-TV und einen Holzofen für kältere Nächte.

Außerdem gibt es einen Außenbereich mit Grill, Steintisch und Sitzgelegenheiten, sodass Gäste im Freien essen und dabei die umliegende Berglandschaft genießen können.

Eine Besonderheit ist, dass sich das Schlafzimmer und der Wohnbereich in getrennten „Cardenhas“ befinden, sodass Gäste nach draußen gehen müssen, um zwischen den beiden Räumen hin- und herzugehen.

Ein Rückzugsort in den Bergen

Die Unterkunft liegt in der Nähe des Nationalparks Peneda-Gerês und der Wallfahrtskirche Nossa Senhora da Peneda und eignet sich daher ideal als Ausgangspunkt für Besucher, die sich für Wandern, die Tierwelt und die Berglandschaften im Norden Portugals interessieren.

Aufgrund der abgeschiedenen Lage und der bergigen Zufahrtsstraßen wird die Anreise mit dem Auto empfohlen.

Die Umgebung bietet Möglichkeiten zum Wandern und für andere Outdoor-Aktivitäten, wobei sich die weitere Region für Aktivitäten wie Kanufahren, Klettern, Radfahren, Canyoning und Rafting eignet.

Wer es etwas ruhiger mag, kann auf den historischen Pfaden, die einst von Hirten genutzt wurden, die Landschaft erkunden und erfahren, wie diese Berggemeinden traditionell lebten.

Wie viel kostet es?

Nach den von idealista veröffentlichten Informationen liegen die Richtpreise für die Unterkunft bei etwa 100 € pro Nacht, wobei sich die Preise je nach Saison, Terminen, Verfügbarkeit und Gästeanzahl ändern können.

Bei einer maximalen Belegung von vier Personen ergäbe sich bei voller Auslastung ein Preis von etwa 25 € pro Person und Nacht, ohne zusätzliche Kosten oder örtliche Gebühren.

Die Ähnlichkeit dieser Unterkunft mit Hobbit-Häusern mag zwar das sein, was Besucher zunächst anzieht, doch ihr Reiz geht über ihren von Tolkien inspirierten Spitznamen hinaus. Die Cardenha ist ein Beispiel für die traditionelle Architektur des Alto Minho, die für den modernen Tourismus angepasst wurde, dabei aber ihren ursprünglichen Charakter bewahrt hat.

Für Reisende, die eine Alternative zu herkömmlichen Hotels oder Ferienwohnungen suchen, bietet eine Übernachtung in diesen historischen Steinhäusern eine seltene Kombination aus portugiesischem Kulturerbe, Berglandschaft und einer ganz und gar außergewöhnlichen Atmosphäre.