Das Zentrum für Meereswissenschaften(CCMAR) und die Stiftung Oceano Azul gaben in einer Erklärung bekannt, dass die einzigartige, multidisziplinäre wissenschaftliche Expedition "der Überwachung und dem Management des Meeresnaturparks Algarve-Riff - Pedra do Valado" gewidmet ist.

Demnach wird vom 2. bis 8. Oktober "die erste große wissenschaftliche Überwachungskampagne des Naturparks" unter der Koordination der CCMAR an Bord der historischen Santa Maria Manuela durchgeführt.

"Diese Expedition setzt die in den letzten Jahren durchgeführten Arbeiten fort und verfolgt zwei Hauptziele: die Gewinnung aktueller Informationen als Grundlage für die nächsten Schritte zur Erhaltung des Parks und die Bereitstellung eines effizienten und koordinierten Managementplans für die Gemeinde", heißt es in der Erklärung.

Pedra do Valado liegt zwischen dem Yachthafen von Albufeira und dem Leuchtturm von Alfanzina und gilt als eines der größten Küstenriffe Portugals, in dem über 1.000 Arten dokumentiert sind.

Der Erklärung zufolge wird das Gebiet für wichtige Aktivitäten wie die handwerkliche Fischerei und die Freizeitfischerei sowie für den maritimen Tourismus genutzt und bietet schätzungsweise über 1 600 direkte Arbeitsplätze mit einem wirtschaftlichen Nutzen von über 48 Millionen Euro pro Jahr.

Die Stiftung Oceano Azul, das Ozeanarium Lissabon und das Zentrum für Meereswissenschaften werden bei dieser Expedition vom Institut für Naturschutz und Wälder(ICNF), der nationalen Meeresbehörde(AMN) und den Gemeinden Albufeira, Lagoa, Portimão und Silves unterstützt.

An der Mission ist ein multidisziplinäres Team von Forschern, Experten für Meeresökologie, Fischerei, biologische Vielfalt, Ozeanographie, Meerestechnik und Meereskunde beteiligt, heißt es in der Erklärung.

Zu den geplanten Aktivitäten gehören die Kartierung prioritärer Lebensräume wie Gorgonien, Seegraswiesen, Korallengärten und Korallenriffe (Maerl), Umweltüberwachung mit Unterwasserkameras, eDNA, Akustik, Beobachtung von Vögeln und Meeressäugern sowie der Einsatz innovativer technologischer Plattformen wie ROVs, AUVs, Drohnen und wissenschaftliches Tauchen.

Nach Angaben der Expeditionsleiter werden die gesammelten Daten die Entwicklung des Managementplans für den Park direkt unterstützen, die Veränderungen der biologischen Vielfalt und der menschlichen Nutzung ein Jahr nach seiner Einrichtung bewerten und das in Portugal entwickelte gemeinschaftsbasierte Managementmodell konsolidieren.

"CCMAR wird Forscher aus verschiedenen Bereichen mobilisieren, um wichtige Daten zu sammeln, die es uns ermöglichen werden, den aktuellen Zustand des Ökosystems zu bewerten und gleichzeitig die umzusetzenden Bewirtschaftungsmaßnahmen zu leiten, damit dieses Meeresgebiet wirklich und wirksam geschützt wird", so Jorge Gonçalves, ein CCMAR-Forscher, in der Erklärung.