Doch Anfang Januar zog ein Wintersturm über die Region, der dieses vertraute Bild kurzzeitig ins Wanken brachte.
Entlang der Küste schlugen die Wellen höher als sonst, der Wind drückte ins Landesinnere, und die Landschaft veränderte ihre Farbe. Die Strände leerten sich. Wege verdunkelten sich. Das Meer wurde lauter, weniger dekorativ, eindringlicher. Für ein paar Tage fühlte sich die Algarve näher an sich selbst. Sie war nicht kuratiert, nicht entgegenkommend, nur das Wetter machte, was das Wetter macht.
Diese Momente halten hier selten lange an. Die Ruhe kehrt schnell zurück, als wäre nichts geschehen. Aber die Unterbrechung ist wichtig. Sie erinnert einen daran, dass diese Küste keine feste Kulisse ist. Sie hat Gewicht, Kraft und ihren eigenen Rhythmus, unabhängig von der Erwartung.
Winterstürme definieren die Algarve nicht neu. Das haben sie auch nicht nötig. Sie zeigen einfach eine andere Seite, eine, die still und leise neben der Version existiert, die die meisten Menschen sehen wollen.





