Nach Angaben von MedioTejo verdoppelte sich der Durchfluss des Flusses in nur wenigen Stunden aufgrund von unerwarteten Staudammablässen, die bis heute Morgen nicht geplant waren. Die Situation stellt eine potenzielle Gefahr für die Gemeinden entlang der Flussufer dar und erforderte sofortige Notfallmaßnahmen in mehreren Gemeinden.

Aktueller Stand der Überschwemmungen - Abrantes, 6. Februar

13:30 Uhr | Schulschließungen
Alle Schulen in der Stadt Abrantes bleiben am Freitag, 6. Februar, geschlossen. Der Zivilschutz hat diese Entscheidung als Vorsichtsmaßnahme getroffen, da noch nicht abzusehen ist, ob die Straßen in der Gemeinde morgen sicher befahrbar sein werden. Bereits heute Morgen wurden die Eltern von Schülern, die am Südufer des Tejo wohnen, gebeten, ihre Kinder abzuholen.

13:00 Uhr | Evakuierungen
Die Behörden evakuieren niedrig gelegene Gebiete der Gemeinde, da der Flusspegel weiter steigt. Zu den betroffenen Vierteln gehören Rossio ao Sul do Tejo, Cabrito, Arrifana, Rio de Moinhos und Alvega. Der Katastrophenschutz bittet die Bewohner der betroffenen Häuser am Flussufer, vorsichtshalber ihre Stromleitungen abzuschalten, um ihre Sicherheit zu gewährleisten.

12:00 Uhr | Roter Alarm ausgerufen
"Bis 5:00 Uhr morgens rechneten wir nur mit einem Durchfluss aus den Stauseen Fratel, Pracana und Castelo de Bode von etwa 3.500 Kubikmetern pro Sekunde in Almourol. Doch über Nacht hat sich die Situation dramatisch verändert, und die Durchflussmenge ist auf mehr als 7 400 Kubikmeter pro Sekunde angestiegen. Deshalb haben wir die Alarmstufe Rot ausgerufen", sagte Manuel Jorge Valamatos, Präsident der Katastrophenschutzkommission des Bezirks Santarém.

Die Alarmstufe Rot - die höchste von vier Stufen - signalisiert ein extremes Risiko erheblicher Überschwemmungen aufgrund von Unwettern, steigenden Flusspegeln und Dammbrüchen. Diese Stufe löst auch die sofortige Mobilisierung von Katastrophenschutzressourcen aus und weist auf die Gefahr von Überschwemmungen in kritischen Gebieten sowie auf die erhöhte Gefahr von Erdrutschen und Geröll hin.

"Seit 9:00 Uhr morgens koordinieren wir unsere Bemühungen mit allen regionalen Katastrophenschutzdiensten sowie mit GNR und PSP, um den Verkehr zu regeln und die Risiken für Menschen und Eigentum zu minimieren", fügte Valamatos hinzu.

Vorhersage
Es wird erwartet, dass der Wasserstand des Tejo in den kommenden Stunden weiter steigt.