"Obwohl sich der Bewirtschaftungsplan für den Azibo-Stausee (POAA) als grundlegendes Instrument für die Bewirtschaftung der Wasser- und Landflächen des Azibo-Stausees etabliert hat, haben sich mehr als 30 Jahre nach seiner Verabschiedung die Ziele und der rechtliche Rahmen, die für seine Veröffentlichung ausschlaggebend waren, erheblich verändert und entsprechen nicht mehr der Realität (...) So garantiert der POAA derzeit kein Schutzniveau für den Wasserkörper, das mit den zu erreichenden Zielen, insbesondere den Umweltzielen, vereinbar ist", heißt es in der Veröffentlichung im Amtsblatt.
Das POAA wurde 1993 erstellt und seine Überarbeitung wurde 2010 aufgrund der veralteten Bewirtschaftungsvorschläge angeordnet. Der Prozess wurde jedoch nie abgeschlossen. Im Jahr 2024 wurde das Sonderprogramm für den Azibo-Stausee, das seit mehr als drei Jahrzehnten in Kraft war, nicht genehmigt. Die Regierung ist nun der Ansicht, dass es nicht notwendig ist, "den Schutz der öffentlichen Wasserreservoirs durch ein spezielles territoriales Verwaltungsinstrument sicherzustellen".
Laut der Veröffentlichung im heutigen Diário da República (Amtsblatt) war es notwendig, "die Schutzregelung für öffentliche Wasserspeicher an den neuen rechtlichen Rahmen für den Schutz der Wasserressourcen anzupassen, der durch das Wassergesetz geschaffen wurde", das "die nachhaltige Bewirtschaftung der Wasserressourcen mit Schwerpunkt auf dem Schutz und der effizienten Nutzung von Oberflächen- und Grundwasser" definiert.
Der Azibo-Stausee ist Teil des Sabor-Flusseinzugsgebiets und umfasst den 13 Kilometer langen Fluss Azibo sowie die Bäche Azibeiro und Reguengo.
In diesem Gebiet liegt das 1999 geschaffene Landschaftsschutzgebiet des Azibo-Stausees, in dem der oben genannte Bewirtschaftungsplan umgesetzt wurde, mit dem Ziel, "die Natur zu erhalten und das natürliche Erbe des Azibo-Stausees als Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung aufzuwerten" sowie "Erholung und Freizeitgestaltung im Einklang mit den geschützten Naturwerten zu fördern".
Das Landschaftsschutzgebiet wurde von der Gemeinde Macedo de Cavaleiros verwaltet und umfasst die Ortschaften Podence, Salselas, Santa Combinha, Vale da Porca und Vale de Prados in der Gemeinde Macedo de Cavaleiros sowie die Ortschaft Quintela de Lampaças in der Gemeinde Bragança.







