Die portugiesische Regierung hat neue Maßnahmen zur Erlangung des Führerscheins beschlossen. Im Allgemeinen werden die größten Änderungen bei der Fahrschulausbildung zu spüren sein, wobei die Rolle des Fahrlehrers beim praktischen Lernen stärker betont wird.

Der Ministerrat überprüfte die gesetzliche Regelung der Fahrschulausbildung, die durch das Gesetz Nr. 14/2014 festgelegt wurde. Nach Angaben der Regierung wird es im Rahmen der Initiative Mobilität 2.0 am 23. Januar eine alternative Regelung mit größerer Flexibilität für den Fahrunterricht geben.

Relevanz des Tutors

Die wichtigste Änderung betrifft das Lernen mit einem Tutor. In Portugal war es schon immer möglich, das Fahren mit einem Fahrlehrer zu erlernen, allerdings nur als Ergänzung zu den obligatorischen Fahrstunden in der Fahrschule.

Mit der Annahme des neuen Vorschlags werden diese Grundsätze geändert. Nun kann das Lernen mit einem Tutor oder Fahrlehrer in einem Modell erfolgen, das weiterhin eine Abschlussprüfung erfordert. Nach Angaben der Regierung zielt der genehmigte Vorschlag darauf ab, ein flexibleres System zu schaffen, ohne den Schulen die Verantwortung für die Überwachung und Bewertung der Fortschritte der Führerscheinanwärter zu entziehen.

Regeln für Tutoren

Trotz der größeren Offenheit für das Modell des betreuten Lernens bleiben die Kriterien für die Tätigkeit als Tutor anspruchsvoll. Das Gesetz stellt nach wie vor klare Anforderungen, um eine gewisse Sicherheit in diesem Prozess zu gewährleisten.

Trotz der größeren Offenheit für das Lernmodell sind die Kriterien für die Tätigkeit als Tutor nach wie vor anspruchsvoll. Das Gesetz stellt weiterhin klare Anforderungen, die eine gewisse Sicherheit während des gesamten Prozesses gewährleisten.

So ist vorgeschrieben, dass der Tutor seit mindestens 10 Jahren im Besitz eines Führerscheins der Klasse B sein muss. Neben der Fahrpraxis darf der Nachhilfelehrer in den letzten fünf Jahren keine Verurteilungen wegen Verkehrsdelikten oder schwerwiegender oder sehr schwerwiegender Verstöße aufweisen.

Die derzeitige Regelung sieht außerdem vor, dass der Tutor ein Verkehrssicherheitsmodul absolvieren und die Tests mit Bravour bestehen muss.

Festgelegte Grenzen

Wer mit einem Tutor lernt, muss sich auf die von der Gemeinde festgelegten geografischen Grenzen beschränken, obwohl diese Daten noch nicht veröffentlicht wurden. Außerdem dürfen die Fahrschüler außer dem Tutor keine weiteren Personen im Fahrzeug befördern.

Das Fahren auf Autobahnen ist verboten, und der Abschluss einer Haftpflichtversicherung während der Lernphase mit einem Tutor ist obligatorisch.

Wann mit der Praxis beginnen

Um einen Fahrlehrer für den Unterricht zu nutzen, müssen diejenigen, die den Führerschein machen wollen, eine 12-stündige und 250 Kilometer lange Fahrprobe auf der Straße absolvieren, die von einem Fahrlehrer in einer Fahrschule geleitet wird.

Die Rolle der Schulen

Trotz des alternativen Systems spielen die Schulen weiterhin eine zentrale Rolle bei der Erlangung des Führerscheins. Es sind die Schulen, die den Fahrschüler für die abschließende Fahrprüfung zulassen.

Das System sieht vor, dass die Schulen zusätzliche Unterrichtsstunden verlangen können, bevor sie den Kandidaten für die Abschlussprüfung vorschlagen.