Strandbesucher in Portugal könnten bald eine offizielle Antwort auf einen der häufigsten Streitfälle des Sommers erhalten: die Frage, ob es erlaubt ist, eigene Sonnenschirme vor gemieteten Liegestühlen und Sonnenschirmen aufzustellen.
Wie die portugiesische Zeitung Expresso berichtet, bereitet die portugiesische Umweltagentur(APA) - die für die Verwaltung der portugiesischen Küste, der Strände und der Umweltvorschriften zuständige Regierungsbehörde - derzeit formelle Leitlinien zur Klärung dieser Frage für Gemeinden, Seebehörden und Betreiber von Strandkonzessionen vor.
Die Klärung erfolgt nach jahrelanger Verwirrung an portugiesischen Stränden, an denen die Besucher oft durch Schilder auf bestimmte Bereiche verwiesen werden, wenn sie ihren eigenen Sonnenschirm oder Windschutz mit sich führen. Expresso berichtet jedoch, dass es derzeit kein Gesetz gibt, das Strandbesucher daran hindert, ihren eigenen Sonnenschirm vor den konzessionierten Bereichen aufzustellen.
"Wir bereiten eine schriftliche Anleitung vor, damit es für die Seebehörden und Gemeinden keine Zweifel gibt", erklärte APA-Präsident José Pimenta Machado gegenüber Expresso.
Nach den geltenden Vorschriften dürfen konzessionierte Bereiche - einschließlich gemieteter Sonnenliegen, Sonnenschirme und Strandstrukturen - nur bis zu einem Drittel der Strandfläche einnehmen. Die APA hat Berichten zufolge bereits mehrere Betreiber verwarnt, weil sie die zulässigen Grenzen überschritten oder Geräte in unsicheren Bereichen in der Nähe instabiler Klippen aufgestellt haben.
Das Fehlen klarer nationaler Leitlinien hat nach Ansicht der Behörden zu einer rechtlichen Grauzone" geführt. Während die Gemeinderäte bestimmte Strandbeschilderungen genehmigen können, haben die Seebehörden derzeit keine spezifischen Vorschriften, die Strandnutzer dazu verpflichten, sich in die ausgewiesenen Zonen zu begeben.








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