Die Winde der Erforschung des Atlantiks wehen ein geheimnisvolles Rätsel um den portugiesischen Seefahrer João Vaz Corte-Real.

Als prominente Persönlichkeit auf den Azoren im späten 15. Jahrhundert steht Corte-Real im Mittelpunkt einer faszinierenden historischen Behauptung: dass portugiesische Seefahrer Amerika bereits Jahrzehnte vor der Abreise von Christoph Kolumbus im Jahr 1492 erreicht hätten.

Laut lokalen Aufzeichnungen und dänisch-portugiesischen Berichten leitete er um 1472 eine gemeinsame Expedition in den äußersten Nordwestatlantik.

Es ist eine wahrlich interessante Geschichte. Deutsche Piraten, Corte-Real sowie angeblich auch dänische Seefahrer landeten auf einem riesigen, holzreichen Gebiet, das er Terra Nova do Bacalhau (Neues Land des Kabeljaus) nannte. Viele Historiker glauben, dass es sich dabei um das heutige Neufundland handelt.

Während gängige Lehrbücher die Entdeckung der spanischen Expedition von 1492 zuschreiben, deutet diese portugiesische Erzählung auf eine frühere, stillschweigende Kartierung der Nordküsten der Neuen Welt hin. An dieses Erbe erinnern sogar die Steine der Avenida da Liberdade. Was denken Sie?