Die am 10. Juli im Rahmen des Europäischen Semesters 2026 veröffentlichten Empfehlungen fordern die portugiesische Regierung auf, die seit langem bestehenden Herausforderungen in beiden Sektoren anzugehen.
Die in Brüssel tagenden EU-Finanzminister wiesen auf den anhaltenden Mangel an Fachkräften im Gesundheitswesen hin und erklärten, die Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung müsse weiterhin Priorität haben, berichtet die „Algarve Daily News“.
Der Rat forderte Portugal zudem auf, das Problem der Bezahlbarkeit von Wohnraum anzugehen, indem eine effizientere Nutzung des bestehenden Wohnungsbestands gefördert wird, unter anderem durch Anpassungen des Steuersystems.
Langfristige Reformen
Die Empfehlungen ermutigen Portugal, das Wohnungsangebot, insbesondere den Bestand an erschwinglichem und sozialem Wohnraum, zu erweitern und gleichzeitig die Koordinierung zwischen Wohnungspolitik, Stadtplanung, Flächennutzungsplanung und Verkehrsstrategien zu verbessern.
Der Rat forderte die Regierung zudem nachdrücklich auf, die langfristige Tragfähigkeit des Rentensystems zu sichern und Zusatzrentensysteme zu fördern.
Zu den weiteren Empfehlungen gehören die Verbesserung der Effizienz des Steuersystems durch die Vereinfachung steuerlicher Anreize, die Erweiterung des Zugangs zu Risikokapital und privaten Investitionen, die Stärkung der Finanzkompetenz sowie die Förderung von Forschung und Innovation.
Investitions- und Energieprioritäten
Der Rat erklärte, Portugal solle die Umsetzung von Reformen und Investitionen im Rahmen der Aufbau- und Resilienzfazilität (RRF) fortsetzen und gleichzeitig die Einführung von Programmen der Kohäsionspolitik beschleunigen. Er wies darauf hin, dass Mittel gegebenenfalls unter Nutzung der im Rahmen der Halbzeitüberprüfung des EU-Kohäsionspolitikrahmens eingeführten Flexibilität auf strategische Prioritäten umgeleitet werden könnten.
Die Empfehlungen fordern zudem weitere Anstrengungen zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors, zur Stärkung des Stromverteilungsnetzes und zur Verbesserung der Wasserwirtschaft.
Darüber hinaus bekräftigte der Rat frühere Leitlinien der Europäischen Kommission und erklärte, dass Maßnahmen zur Abmilderung der Auswirkungen höherer Energiepreise vorübergehend und zielgerichtet bleiben sollten. Den Empfehlungen zufolge sollte sich die Unterstützung auf schutzbedürftige Haushalte und energieintensive Unternehmen konzentrieren, Anreize für Energieeinsparungen erhalten und mit den Verpflichtungen Portugals im Rahmen des EU-Haushaltsrahmens im Einklang stehen.








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