In der am 3. August veröffentlichten Verwaltungsanordnung heißt es, dass diese Mittel für Instandsetzungsarbeiten an Straßen in den Bezirken Leiria, Santarém, Aveiro, Lissabon, Coimbra und Castelo Branco vorgesehen sind. Die Arbeiten dienen der Behebung von Problemen wie der Verschlechterung des Straßenbelags, der Instabilität von Böschungen sowie dem Versagen oder dem Zusammenbruch von Entwässerungssystemen, die durch die Unwetter zu Beginn dieses Jahres verursacht wurden.

Das IP ist befugt, diese Mittel in den nächsten zwei Jahren bis zu einem Gesamtbetrag von maximal 79,7 Millionen Euro zuzüglich Mehrwertsteuer zu vergeben: 21,2 Millionen Euro in diesem Jahr, 51,3 Millionen Euro im Jahr 2027 und 7,1 Millionen Euro im Jahr 2028.

Die größten Investitionen sind für die Bezirke Santarém (insgesamt 18,3 Millionen Euro bis 2028), Leiria (18,5 Millionen Euro) und Aveiro (18,9 Millionen Euro) vorgesehen.

Die geplanten Mittelzuweisungen für die übrigen Bezirke belaufen sich auf 9,7 Millionen Euro für Lissabon, 8,8 Millionen Euro für Castelo Branco und 5,3 Millionen Euro für Coimbra.

Der für jedes Haushaltsjahr festgelegte Betrag kann um etwaige nicht ausgegebene Mittel aus dem Vorjahr aufgestockt werden.

IP muss spätestens 30 Tage nach Ablauf der sechs Monate einen Halbjahresbericht über die Umsetzung der Projekte und Maßnahmen bei den für Finanzen und Infrastruktur zuständigen Regierungsbeamten sowie bei der zuständigen Haushaltsbehörde einreichen.

Vor sechs Monaten traf eine Reihe von Stürmen, insbesondere die Tiefdruckgebiete Kristin, Leonardo und Marta, das Festland über einen Zeitraum von drei Wochen ab Ende Januar. Diese Ereignisse führten zu mindestens 19 Todesfällen (mehr als die Hälfte davon ereignete sich während der Bergungsarbeiten).

Hunderte von Menschen wurden verletzt, obdachlos oder vertrieben, insbesondere in 90 Gemeinden in den Regionen Zentralportugal, Lissabon und das Tejo-Tal sowie im Alentejo.

Landesweit waren mehr als 35.000 Haushalte betroffen; über eine Million Menschen waren ohne Strom, und eine halbe Million Kunden hatten keinen Zugang zu Telekommunikationsdiensten. Bis Mitte Februar wurden mehr als 18.000 Notfälle registriert und über 200.000 Versicherungsansprüche geltend gemacht.

Die geschätzten Schäden belaufen sich auf über 5,3 Milliarden Euro.