Das Programm unter dem Motto „(De) Férias no Algarve“ findet am 16. und 20. August statt, unter anderem an Orten wie der Praia do Carvoeiro, dem Amphitheater Nossa Senhora de Encarnação, der Küstenpromenade und in Algar Seco.

Wie die Festivalorganisatoren mitteilen, soll PARAGEM zeitgenössische künstlerische Praktiken in einen Dialog mit Orten und Routinen bringen, die mit dem Tourismus und der Badesaison verbunden sind. Anstatt die Kunst auf traditionelle Kulturstätten zu beschränken, nutzt das Festival Strände, öffentliche Plätze, Promenaden und andere alltägliche Räume als temporäre Schauplätze für künstlerische Interventionen.

Künstlerischer Ausdruck

In Carvoeiro beginnt das Programm am 16. August um 21:15 Uhr im Amphitheater Nossa Senhora de Encarnação mit „Improvisation into Drawing“ unter der Leitung von Ana Caetano, zusammen mit dem Musiker Luís Lopes und dem bildenden Künstler Mario Gutierrez Cruz.

Die etwa 30-minütige Performance verbindet Bewegung, Live-Zeichnen, Musik und projizierte Bilder. Eine große Wand wird zur zentralen Fläche für eine improvisierte visuelle Komposition, wobei jedes Element im Verlauf des Werks auf die anderen reagiert.

Das Festival kehrt am 20. August mit einem Nachmittag und einem Abend voller Veranstaltungen zurück.

Um 16 Uhr präsentiert die Künstlerin Vanda Madureira am Praia do Carvoeiro „PUT’ A CRIME“, eine Arbeit, die sich mit Themen rund um den Körper, Identität und zeitgenössische gesellschaftliche Fragen auseinandersetzt.

Eine Stunde später, um 17 Uhr und um 18 Uhr, präsentiert João Ferro Martins „Sem Título“, eine performative Installation und Klangskulptur am Largo da Praia do Carvoeiro und entlang des Passadiço.

Inspiriert von Straßenmusikern greift das Werk das Festivalmotto „(De) Férias no Algarve“ auf und untersucht gleichzeitig die Beziehung zwischen Klang, Landschaft, öffentlichem Raum und dem Erlebnis des Urlaubs.

Die abschließende Aufführung beginnt um 19:30 Uhr im Algar Seco, wo das portugiesische Duo Lavoisier, bestehend aus Patrícia Relvas und Roberto Afonso, Lieder aus dem traditionellen Repertoire des Landes neu interpretieren wird.

Ihr Ansatz verbindet das musikalische Erbe Portugals mit minimalistischen und experimentellen Arrangements und schafft so eine Performance, die Erinnerung, Tradition und theatralischen Ausdruck vereint.

Zeitgenössische Kultur

Das Festival wird als Gelegenheit beschrieben, bekannte Orte an der Algarve aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten, indem vorübergehende künstlerische Interventionen in Räumen geschaffen werden, die normalerweise mit Freizeit, Tourismus und Alltag in Verbindung gebracht werden.

Nach Angaben der Veranstalter besteht die Absicht darin, sozusagen „neu erfundene Postkarten“ und veränderte Blickwinkel auf die Landschaft der Algarve zu schaffen und dabei mithilfe der Kunst den gewohnten Rhythmus der Badesaison zu unterbrechen.

Das Programm steht Einwohnern, Besuchern und Urlaubern jeden Alters offen, der Eintritt ist frei und es wird auf Barrierefreiheit geachtet.

Die Besucher werden zudem dazu ermutigt, sich auf eine der spielerischeren Ideen des Festivals einzulassen: Das Beobachten von Menschen ist nicht nur erlaubt, sondern wird sogar aktiv gefördert.