Olhãopesca, der Verband der Fischproduzenten der Algarve, fordert, dass der Fischfang mit der „Ganchorra“ zwischen dem 1. September und dem 15. Oktober in der südlichen Fischereizone eingestellt wird.

Der Vorschlag folgt auf Berichte von Fischereikapitänen über eine erhebliche Anzahl von Jungtieren der Arten „Conquilha“ und „Pé-de-Burrinho“, zwei in portugiesischen Gewässern gefangenen Muschelarten.

Barlavento berichtet, dass der Vorschlag nun dem Ausschuss vorgelegt wird, der für die Überwachung der Dredgenfischerei in der südlichen Zone zuständig ist.

Die Situation in diesem Jahr war ungewöhnlich. Die übliche Schonzeit für diese Art des Fischfangs im Süden wurde auf Antrag von Olhãopesca ausnahmsweise ausgesetzt.

Die Entscheidung fiel, nachdem wiederholte Stürme zwischen November 2025 und März 2026 den normalen Fischereibetrieb verhindert und zu finanziellen Schwierigkeiten für Fischer und Schiffseigner geführt hatten.

Offizielle Dokumente der portugiesischen Generaldirektion für natürliche Ressourcen, Sicherheit und maritime Dienste (DGRM) bestätigen, dass Olhãopesca die Aussetzung beantragt hatte, nachdem die Flotte aufgrund schlechten Wetters mehrfach nicht auslaufen konnte und zudem mit höheren Betriebskosten konfrontiert war.

Damals wurde die Möglichkeit offen gelassen, zwischen September und Oktober eine weitere Fangpause zu verhängen, falls die Bestände zusätzlichen Schutz benötigen sollten.

Olhãopesca hält dies nun für notwendig. Die Organisation erklärt, ihr Vorschlag berücksichtige sowohl Beobachtungen von Fischereikapitänen als auch die Ergebnisse von Untersuchungen des Portugiesischen Instituts für Meer und Atmosphäre (IPMA).

Die vorgeschlagene Fangpause soll jungen Schalentieren mehr Zeit zur Entwicklung geben und gleichzeitig die ökologischen Erfordernisse der Fischerei mit den Lebensgrundlagen derjenigen in Einklang bringen, die von ihr abhängig sind.