Der Windpark soll 14 Windkraftanlagen umfassen und in der Nähe des Windparks Sincelo entstehen, der bereits über 22 Anlagen verfügt.
Das ehrgeizige Projekt mit einer Gesamtleistung von 100,8 Megawatt (MW) befindet sich noch in der frühen Genehmigungsphase und steht bis zum 26. August zur öffentlichen Stellungnahme offen.
Der neue „Windpark Guarda“ wird eine jährliche Stromerzeugungskapazität von fast 27 Gigawattstunden (GWh) haben. Dies entspricht etwa 0,5 % des jährlichen Stromverbrauchs Portugals. Die neuen Windkraftanlagen sind fast dreimal so leistungsstark wie die durchschnittliche Windkraftanlage, die derzeit in Portugal in Betrieb ist.
Im Rahmen dieses Projekts wird zudem ein Umspannwerk errichtet und eine 18 km lange Freileitung zum bestehenden Umspannwerk Chafariz verlegt.
Die Höhe der Investition in das Projekt ist noch nicht bekannt, allerdings befindet es sich in einem ökologisch sensiblen Gebiet. Ein Teil des zu untersuchenden Gebiets ist der UNESCO-Geopark „Serra da Estrela“. Das besondere Naturschutzgebiet „Serra da Estrela“ liegt nur 450 Meter westlich des vorgesehenen Standorts.
Das Projekt wird die Präsenz von Iberdrola im portugiesischen Sektor für erneuerbare Energien stärken, wo das Unternehmen derzeit auch den Windpark Tâmega fertigstellt, ein 274-MW-Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 360 Millionen Euro. Iberdrola gehört zu den Energieunternehmen, die in den letzten zehn Jahren am meisten in Portugal investiert haben; bereits heute betreibt Iberdrola 1,7 GW der gesamten portugiesischen Stromerzeugungskapazität von 24,3 GW.
Der Windpark Guarda ist nach wie vor mit großer Unsicherheit behaftet. Das Umweltgenehmigungsverfahren kann erhebliche Herausforderungen mit sich bringen, die bereits zuvor Schwierigkeiten für andere groß angelegte Wind- und Solarinvestitionen in Portugal verursacht haben. Der Windpark Guarda muss zudem eine Kapazitätsreservierungsbescheinigung von REN, dem portugiesischen Netzbetreiber, einholen, um die Anlage an das nationale Stromnetz anzuschließen.
Im August 2026 gab EDP das von ihr initiierte schwimmende Solarprojekt „Alqueva“ mit einem Investitionsvolumen von 169 Millionen Euro auf, da eine nachhaltige und vorhersehbare Wirtschaftlichkeit fehlte. Und am 24. August 2026 meldete Portugals größter Solarpark, der Solara4 in Alcoutim an der Algarve, der dem britischen Unternehmen Welink Energy Portugal gehört und von diesem betrieben wird, Insolvenz an, nachdem die Stromerlöse hinter den Erwartungen zurückblieben, Brandschäden entstanden waren und die Produktionsmengen unter den Erwartungen lagen.
Dennoch scheinen die Aussichten für den Ausbau der Windkraftkapazitäten weiterhin gut zu sein, sowohl hinsichtlich der Entwicklung neuer Projekte als auch der Modernisierung bestehender Anlagen. Nach Angaben von REN deckte die Windenergie 24,2 % des Stromverbrauchs in Portugal ab.







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