In einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur Lusa erklärt die Stadtverwaltung, der Erwerb solle ihre Kapazitäten zur Durchführung von Projekten in den Bereichen Innovation, Unternehmertum und Vereinswesen stärken und „gleichzeitig zur wirtschaftlichen und städtebaulichen Wiederbelebung dieses Stadtteils beitragen“.

Der Vorschlag wurde vom Stadtrat in der letzten Sitzung gebilligt und ist laut Bürgermeister João Leite Teil der für die laufende Legislaturperiode festgelegten Strategie zum Erwerb und zur Sanierung von Immobilien in der Altstadt.

„Wir erreichen unser Ziel sogar noch schneller“, sagte der Bürgermeister während der Sitzung des Stadtrats und hob hervor, dass dies bereits der dritte Erwerb der Stadtverwaltung in der Altstadt seit Beginn seiner Amtszeit sei.

Zuvor, so erinnerte er, habe die Stadtverwaltung eine Immobilie in der Nähe des Bahnhofs erworben, auf der 21 Wohnungen zu erschwinglichen Mieten geplant sind, sowie das ehemalige Militärgefängnis, für das die Stadtverwaltung bereits eine künftige Nutzung als Hotel festgelegt hat.

João Leite fügte hinzu, dass das Gebäude mit Mitteln aus dem Programm „Portugal 2030“ renoviert werde und ein Gründerzentrum sowie den künftigen Hauptsitz eines Technologie- und Innovationszentrums beherbergen solle, das in Zusammenarbeit mit mehreren Einrichtungen der Region entwickelt werde.

Präsentation auf dem Web Summit in Lissabon

Der Bürgermeister erklärte außerdem, dass das Technologiezentrum bei der nächsten Ausgabe des Web Summit in Lissabon gemeinsam mit Partnern wie der Polytechnischen Hochschule von Santarém, ISLA Santarém, dem Nationalen Ausstellungszentrum (CNEMA), dem Nationalen Institut für Agrar- und Veterinärforschung sowie dem Stadtrat der Öffentlichkeit vorgestellt werde.

„Wir wollen Leben, Unternehmen, Menschen – alles, was für die Wiederbelebung unseres Handels und insbesondere des historischen Zentrums unerlässlich ist – in diesen Teil des Stadtgebiets bringen“, sagte er.

Neben der Ansiedlung neuer, innovationsbezogener Aktivitäten geht die Stadtverwaltung davon aus, dass durch die Nutzung des Gebäudes derzeit belegte städtische Flächen frei werden, wodurch die Voraussetzungen für die Entwicklung neuer kultureller und musealer Projekte geschaffen werden.

Vor dem Erwerb wurde der Marktwert der Immobilie durch ein unabhängiges Gutachten auf rund 607.800 € festgesetzt.

Der vereinbarte Preis von 607.000 Euro lag somit leicht unter diesem Betrag, „was als vereinbar mit dem öffentlichen Interesse und der ordnungsgemäßen Verwaltung kommunaler Ressourcen angesehen wurde“, teilte die Stadtverwaltung der Nachrichtenagentur Lusa mit.

Der Gutachtenbericht weist jedoch angesichts des Zustands des Gebäudeinneren auf die Notwendigkeit von Sanierungsarbeiten hin.

Die Finanzierung des Kaufs des ehemaligen Einkaufszentrums „Escala 4“ ist Teil einer Kreditmaßnahme für kommunale Investitionen, die bereits die vorherige Genehmigung der zuständigen Aufsichtsbehörde erhalten hat.