Die Initiative "Neue Ideen für ein altes Land" wird heute, am Nationalen Studententag in Portugal, ins Leben gerufen und zielt darauf ab, alle Hochschulstudenten in Porto zu mobilisieren, um sich an der Ausarbeitung von Reformvorschlägen für Portugal "in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Wirtschaft sowie Staat und politisches System" zu beteiligen, heißt es in einer Erklärung, die der Nachrichtenagentur Lusa übermittelt wurde.

Bevor das Dokument dem Parlament vorgelegt wird, will die FAP "vier multidisziplinäre Arbeitsgruppen" bilden, die sich an der öffentlichen Debatte beteiligen und Strukturreformen für das wirtschaftliche und soziale Wachstum des Landes vorlegen sollen.

Unter den von der Generalversammlung identifizierten und genehmigten Interventionslinien schlägt die FAP für den Bereich Gesundheit die Stärkung der Autonomie der lokalen Gesundheitseinheiten (ULS) vor, mit der Schaffung eines neuen Modells für die Ernennung der Verwaltungsräte der ULS, wobei die Möglichkeit ihrer Wahl durch die lokale Gemeinschaft untersucht werden soll.

Im Bereich Bildung setzt sich die FAP für "mehr Autonomie für die Schulen ein, indem sie innerhalb eines nationalen Rahmens von Regeln und Transparenz an der Einstellung von Lehrern beteiligt werden".

Im Bereich Wirtschaft schlägt die FAP eine "Vereinfachung des Steuersystems" vor, mit einer Überarbeitung der Einkommenssteuer und einer größeren Berechenbarkeit für Unternehmen und Steuerzahler.

Für den Bereich Staat fordern die Studenten aus Porto "mehr Transparenz bei der Ausübung politischer Ämter" und eine "Erhöhung der Bezüge der politischen Amtsträger".

"Es wird viel über die Notwendigkeit von Veränderungen geredet, aber selten wird die konkrete Form diskutiert: wie Reformen umgesetzt werden sollen und mit welchen Zielen. Portugal braucht nicht noch mehr Diagnosen, es braucht Antworten. Genau an dieser Stelle kann die Universität Porto ansetzen. Wir sind mehr als

Wir sind mehr als 80.000 Studenten, und wir wollen zur Modernisierung des Landes beitragen", wird der Präsident der FAP, Francisco Porto Fernandes, in der Pressemitteilung zitiert.

Nach Angaben der FAP wird die multidisziplinäre Arbeit mit den Studentenverbänden der Universität Porto geteilt und nach Themenbereichen organisiert, um die Probleme zu strukturieren. Sie werden offene Sitzungen für die akademische Gemeinschaft veranstalten, um die Vorschläge mit dem Fachwissen von Studenten aus verschiedenen Bachelor- und Masterstudiengängen des Hochschulsystems von Porto zu bereichern.

Ziel ist es, ein Abschlussdokument zu erstellen, das der Generalversammlung zur Abstimmung vorgelegt und den politischen Entscheidungsträgern und der Zivilgesellschaft präsentiert werden soll.

Mit dieser Initiative möchte die FAP einen Beitrag zur Debatte und zur Modernisierung des Landes leisten.

Portugal ist kein altes Land, es braucht neue Ideen. Wenn sich nichts ändert, werden wir auch in den nächsten 10 oder 20 Jahren die gleichen Probleme diskutieren. Im Moment ist Untätigkeit unser größtes Risiko. Es ist Zeit zu handeln", sagte Francisco Fernandes.