Dieses Wachstum ist vor allem auf mehr Baugenehmigungen, steigende Exporte und höhere Investitionen in Verkehrs- und Energieprojekte zurückzuführen.

Nach Angaben des Instituto Nacional de Estadística (INE) stieg die Zahl der Baugenehmigungen in den ersten 11 Monaten des Jahres 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 %. Dies folgt auf einen noch stärkeren Anstieg von 8,7 % im Jahr 2024. Gleichzeitig arbeitet die Regierung daran, die durch den Sturm Kristin im Januar 2026 beschädigte Verkehrsinfrastruktur zu reparieren, was ebenfalls zur Ankurbelung des Bausektors beitragen wird. Im Februar 2026 kündigte die Regierung ein Unterstützungspaket in Höhe von 2,5 Milliarden Euro an, um die Infrastruktur wieder aufzubauen und Familien und Unternehmen bei der Erholung zu helfen.

Der Bausektor wird auch vom Haushalt 2026 der Regierung profitieren, der im November 2025 verabschiedet wurde. Das Gesamtbudget beläuft sich auf 140,3 Mrd. EUR und liegt damit um 4,5 % höher als im Jahr 2025. Davon sind 17,2 Milliarden Euro für das Gesundheitswesen, 7,5 Milliarden Euro für das Bildungswesen, 6,9 Milliarden Euro für Infrastruktur und Wohnungsbau und 2,4 Milliarden Euro für Umwelt und Energie vorgesehen.

Es wird erwartet, dass das Baugewerbe zwischen 2027 und 2030 langsam, aber stetig um etwa 1,5 % pro Jahr wachsen wird. Das Wachstum wird auch durch den nationalen Energie- und Klimaplan für 2030 unterstützt. Die Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen um 55 % gegenüber 2005 zu senken. Gleichzeitig plant sie, den Anteil der erneuerbaren Energien auf 51 % zu erhöhen und die Solarkapazität bis 2030 auf 20,8 GW auszubauen.

Ein gutes Beispiel für diesen Wandel ist ein Projekt von Iberdrola, das im November 2025 mit dem Bau des Tâmega Wind Complex in Braga begann. Dieses 1,1 Milliarden Euro teure Projekt umfasst ein Kraftwerk, Umspannwerke und 38 Windturbinen und soll bis 2027 fertiggestellt werden.