Auf 488 Metern über Sintra. Es befindet sich an einem Ort, den die meisten Besucher nie finden.
Das Heiligtum von Peninha. Eine barocke Kapelle, eine verfallene Einsiedelei und ein kleiner unvollendeter Palast. Alles steht auf einem Felsvorsprung mit Blick bis zum Atlantik.
Die Kapelle selbst wurde auf einer Legende aufgebaut. Ein taubstummer Hirte behauptete, er habe auf dem Hügel eine Erscheinung der Jungfrau Maria gesehen. Seitdem gibt es hier einen Ort der Verehrung. Mit den alten, großen Steinen ist die Kapelle auf sich selbst gebaut, was uns auf eine noch ältere Nutzung schließen lässt.
Aber der Palast erzählt eine andere Geschichte.
António Augusto Carvalho Monteiro. Derselbe exzentrische, mystische Mann, der hinter der Quinta da Regaleira steht. Er kaufte dieses Grundstück und begann 1918 mit dem Bau seiner Vision. Sein Traum war eine kleinere Version des Palácio da Pena. Sogar die Namen deuten darauf hin. Pena, was soviel wie Felsvorsprung bedeutet. Peninha. Die kleinere Version.
Er hat ihn nie fertiggestellt gesehen. Er starb vor der Fertigstellung. Der Palast steht noch. Leer. Unvollendet. Offen für den Wind.
Manche Träume überleben ihre Träumer.

