Die von der Beratungsfirma und dem Krankenversicherungsspezialisten William Russell durchgeführte Studie bewertete das Integrationsumfeld in Dutzenden von Regionen im Jahr 2026. Der Abschlussbericht bewertete Portugal mit einer Gesamtpunktzahl von 7,47 von 10 Punkten, basierend auf dem Gleichgewicht zwischen dem rechtlichen Zugang zur Einwanderung und der Aufnahmekapazität des nationalen Arbeitsmarktes.

Ausländische Bevölkerung in Portugal

Den in der Studie zusammengestellten makroökonomischen und demografischen Indikatoren zufolge macht die Migrantenbevölkerung derzeit 10,80 % der Gesamtbevölkerung Portugals aus. Unter dieser Gruppe ausländischer Staatsbürger lag die Beschäftigungsquote bei soliden 76,50 % – eine Zahl, die das Beratungsunternehmen als starkes Zeichen für eine aktive Teilnahme an der lokalen Wirtschaft und finanzielle Unabhängigkeit in den ersten Monaten nach der Zuwanderung wertet.

Bewertung der Visumoffenheit

Ein weiterer Faktor, der das Land in die weltweiten „Top 10“ katapultierte, war sein Visum-Offenheitsindex, der auf einer Skala von 100 bei 93 Punkten lag und damit auf geringe bürokratische Einreisebarrieren für eine Vielzahl von Nationalitäten hindeutet.

Internationales Ranking

An der Spitze des internationalen Rankings steht Island, das sich dank einer Beschäftigungsquote von 84,2 % bei im Ausland geborenen Bürgern, kombiniert mit außergewöhnlichen Indizes für öffentliche Sicherheit und einer sehr hohen Zufriedenheit bei der Nutzererfahrung von Expatriates, den ersten Platz sicherte.

Luxemburg belegt den zweiten Platz, was auf die höchste Internationalisierungsrate im Index zurückzuführen ist, wobei Migranten mehr als die Hälfte der Zivilgesellschaft ausmachen (51,2 %). Neuseeland komplettiert das Podium weltweit auf dem dritten Platz, wobei es lediglich durch eine restriktivere und selektivere Visumpolitik (61 von 100 Punkten) benachteiligt wird, obwohl es eine Arbeitsmarktintegrationsrate von 82,3 % für diejenigen garantiert, denen es gelingt, sich im Land niederzulassen.

William Cooper, Direktor von William Russell, warnt in dem Bericht, dass einer der größten Fehler, den diejenigen begehen, die sich für einen Umzug in ein anderes Land entscheiden, darin besteht, anzunehmen, dass die touristische Beliebtheit eines Reiseziels einen reibungslosen Übergang garantiert. Er betont, dass echte Gastfreundschaft weit über anfängliche Freundlichkeit oder die Landschaft hinausgeht und sich daran misst, wie leicht der Zugang zur Gesundheitsversorgung ist, wie stabil die finanzielle Lage ist, wie die Öffentlichkeit zur Einwanderung steht und inwieweit sich der ausländische Staatsbürger als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft und nicht nur als vorübergehender Besucher fühlen kann.