Luís Montenegro gab diesen Schritt auf der Social-Media-Plattform X bekannt, nachdem er ein Telefongespräch mit der venezolanischen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez geführt hatte.

„Portugal ist bereit, Venezuela zu unterstützen – wann, wo und wie auch immer die venezolanische Regierung dies für sinnvoll hält. Wir haben umgehend ein 50-köpfiges Notfallteam des Zivilschutzes zur Verfügung gestellt; Vizepräsidentin Delcy Rodríguez hat ihr Dank und ihre Zustimmung zu diesem Angebot umgehend bekundet“, erklärte er.

Während des Telefonats sagte der portugiesische Ministerpräsident, er habe der venezolanischen Vizepräsidentin die „uneingeschränkte Solidarität des portugiesischen Volkes mit dem Volk und der Regierung Venezuelas angesichts dieser Tragödie“ sowie sein Beileid für die Todesopfer übermittelt.

Er wies darauf hin, dass Portugal sich an den gemeinsamen Hilfsmaßnahmen der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Katastrophenschutzmechanismus beteiligen werde, um dessen Unterstützung Venezuela bereits ersucht habe.

Montenegro versicherte zudem, dass die portugiesische Botschaft in Caracas und das Konsularnetzwerk „mobilisiert sind, um die große portugiesische Gemeinschaft in Venezuela zu unterstützen“.

Er erklärte, Venezuela verfüge über einen offenen Kommunikationskanal mit Portugal für Unterstützung sowohl auf bilateraler Ebene als auch auf Ebene der Europäischen Union, und Venezuela könne bei der Bewältigung und dem Wiederaufbau nach dieser Naturkatastrophe auf Portugal zählen.

Am 24. Juni wurden in Venezuela zwei schwere Erdbeben registriert, die nach vorläufigen offiziellen Angaben mindestens 164 Todesopfer und über 900 Verletzte forderten.

Das erste Erdbeben mit einer Stärke von 7,2 ereignete sich etwa 200 Kilometer von Caracas entfernt, gefolgt von einem zweiten Beben der Stärke 7,5 und etwa 20 Nachbeben, wie der United States Geological Survey (USGS) mitteilte.

Schätzungen zufolge leben 1,2 Millionen portugiesische Staatsangehörige und Menschen portugiesischer Herkunft in Venezuela.