„Es gibt Sprünge, die dein Leben verändern können!“ – so lautet der Titel der Aufklärungskampagne der Portugiesischen Gesellschaft für Wirbelsäulenpathologie (SPPCV), die darauf abzielt, die Bevölkerung, insbesondere junge Menschen, auf die Folgen „schlecht kalkulierter Sprünge“ aufmerksam zu machen.

Ärzte betonen in einer Erklärung, dass die Zahl der Unfälle im Zusammenhang mit Sprüngen in die Tiefe in den Sommermonaten tendenziell zunimmt: „Zwischen Mai und September macht es der größere Andrang an Stränden und in Schwimmbädern unerlässlich, die Vorsichtsmaßnahmen zu verstärken und die Bevölkerung für die Gefahren von Sprüngen an unbekannten Orten oder in seichten Gewässern zu sensibilisieren.“

„Durch Sprünge verursachte Wirbelsäulenverletzungen können dauerhafte und verheerende Folgen haben. Ein einziger schlecht kalkulierter Sprung kann zu einer Lähmung der Beine (Paraplegie), aller vier Gliedmaßen (Tetraplegie) oder, in den schwersten Fällen, zum Tod führen, wenn die Fraktur im obersten Abschnitt der Wirbelsäule auftritt“, betont der Präsident der SPPCV und Orthopäde Nelson Carvalho.

Der Orthopäde betont, dass diese Situationen „echte medizinische Notfälle“ darstellen und oft einen dringenden chirurgischen Eingriff erfordern.

„Selbst wenn Schmerzen das einzige Symptom sind, ist eine sofortige ärztliche Untersuchung unerlässlich“, warnt Nelson Carvalho.

Die Kampagne gibt mehrere Empfehlungen, wie zum Beispiel, vor dem Springen stets die Wassertiefe zu prüfen, flache Bereiche oder Bereiche mit Hindernissen zu meiden, die Beschilderung zu beachten und sich in überwachten Bereichen aufzuhalten.

Experten raten außerdem, niemals unter Alkoholeinfluss zu tauchen, nicht am Beckenrand herumzurennen und immer im Gehen ins Meer zu gehen, niemals kopfüber.

Die Portugiesische Gesellschaft für Wirbelsäulenpathologie betont zudem, wie wichtig es ist, im Falle eines Unfalls richtig zu handeln.

„Bei Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung sollten Sie sofort den Notruf 911 wählen und auf Hilfe warten, ohne den Verletzten zu bewegen. Jede Bewegung kann die Verletzung irreversibel verschlimmern. Die Anweisungen des INEM-Mitarbeiters müssen befolgt werden, bis Hilfe eintrifft“, betont er.

Die Kampagne „Es gibt Sprünge, die dein Leben verändern können!“ wird in den sozialen Netzwerken der SPPCV sowie in den Medien der Gemeinden und Einrichtungen zu sehen sein, die während der Sommersaison für die Aufsicht an Stränden und in Schwimmbädern zuständig sind.