Wie SAPO berichtet, läuft derzeit eine Ausschreibung für Kommunen, um zu ermitteln, wo solche Zufluchtsorte eingerichtet werden können; Begünstigte können Gemeinderäte und Gemeindevertretungen sein, entweder einzeln oder im Zusammenschluss.

In der im Amtsblatt veröffentlichten Erklärung heißt es: „Das Programm zielt darauf ab, ein nationales Netzwerk sicherer und thermisch angenehmer Orte zu schaffen, die in Zeiten extremer Hitze als Klimazufluchtsorte dienen und Einwohner sowie Besucher schützen.“

In der Erklärung wird argumentiert, dass extreme Hitze direkte Auswirkungen auf den Tourismus habe, nämlich „die Beeinträchtigung des Komforts und der Mobilität von Einwohnern und Touristen, die Zunahme von Gesundheitsrisiken für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen sowie den Rückgang der Attraktivität nationaler Reiseziele“.

Ziel des Projekts ist die Schaffung und Anpassung von Infrastruktur und öffentlichen Räumen; die für den Wettbewerb zur Verfügung stehenden Mittel belaufen sich auf eine Million Euro, die aus der Gesamtzuweisung des Programms „Growing with Tourism“ bereitgestellt werden, berichtet SAPO.

Der Wettbewerb umfasst mehrere Kategorien, wobei die erste lautet: „Klimatisierung und Wärmedämmung“, was die Installation oder den Austausch hochenergieeffizienter Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen sowie mechanischer Lüftungsanlagen, Decken- oder Wandventilatoren und die Installation von Innenbeschattungselementen umfasst.

Die zweite Kategorie, „Naturbasierte Lösungen und Außenbeschattung“, umfasst künstliche Beschattungsstrukturen wie die Installation von festen oder einziehbaren Markisen und Sonnensegeln sowie die Anpflanzung von Schattenbäumen oder die Verstärkung bestehender Baumreihen.

Darüber hinaus werden Mittel für Trinkwasserversorgungs- und aktive Kühlungsanlagen bereitgestellt, die Trinkwasserstellen und öffentliche Trinkbrunnen ausbauen. Die Schaffung oder Sanierung von Springbrunnen und Wasserspielen wird ebenfalls gefördert, „sofern sie eine nachgewiesene sekundäre Funktion der lokalen Kühlung erfüllen“.

Eine weitere Kategorie ist „Komfort, Beständigkeit und Wohlbefinden“, die Mittel für die Anschaffung von „für längere Aufenthalte geeignetem Mobiliar“ wie Stühle, Sofas, Sessel, Tische und Bänke oder parallel dazu für die Installation oder den Ausbau einer kostenlosen öffentlichen WLAN-Infrastruktur vorsieht, berichtet SAPO.

Die fünfte Kategorie dient der Verbesserung der Barrierefreiheit, beispielsweise durch den Bau von Rampen und Handläufen, während die letzte Kategorie die Beschilderung von Bereichen durch Informationstafeln und die Erstellung von Stadtplänen zum Gegenstand hat.

Die Antragsvoraussetzungen und weitere Hinweise finden sich auf der offiziellen Website des „Climate Refuge Network“ bei Turismo de Portugal.