Zwischen Januar und Juni tätigten britische Touristen im Land 16 Millionen elektronische Transaktionen mit einem Gesamtwert von 518 Millionen Euro. Nach Angaben von Turismo de Portugal– basierend auf SIBS-Statistiken und berichtet vom Correio da Manhã – konzentrierte sich mehr als die Hälfte der Ausgaben ausländischer Staatsangehöriger weiterhin auf die Regionen Algarve und Großraum Lissabon.

Insgesamt verzeichneten Handels- und Dienstleistungsbetriebe in Portugal Zahlungen in Höhe von 3,7 Milliarden Euro, die mit im Ausland ausgestellten Karten getätigt wurden.

Transaktionswert

Die Ausgaben britischer Besucher stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,2 %, bei einem durchschnittlichen Transaktionswert von 32,70 €. Die hohe Häufigkeit und das hohe Volumen der Zahlungen festigen die Position des Vereinigten Königreichs an der Spitze der Liste der Quellmärkte mit der größten wirtschaftlichen Bedeutung für das Land.

Die Vereinigten Staaten belegen den zweiten Platz unter den ausländischen Top-Ausgabenländern und bestätigen damit den Trend zur Konsolidierung der transatlantischen Nachfrage innerhalb des nationalen Tourismusökosystems. Das gesamte Ausgabenvolumen im Zusammenhang mit dem nordamerikanischen Markt belief sich jedoch auf 2,4 Millionen Euro – deutlich weniger als das von britischen Besuchern generierte Volumen. Die europäischen Nachbarmärkte dominieren weiterhin die Spitzenplätze der Ausgabeliste, was auf die einfachen und häufigen Reiseverbindungen nach Portugal zurückzuführen ist.

Was die sektorale Aufschlüsselung der Ausgaben betrifft, so entfiel im ersten Halbjahr der größte Anteil der ausländischen Ausgaben auf den Einzelhandel mit insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro. Der Gastronomiesektor verzeichnete über 1 Milliarde Euro, während Beherbergungsbetriebe elektronische Zahlungen in Höhe von rund 735 Millionen Euro verbuchten. Rechnet man die Ausgaben für Gastronomie, Beherbergung und Reisebüros zusammen, belief sich der Gesamtbetrag für das direkte Tourismuserlebnis auf 1,8 Milliarden Euro.

Ausgabeverhalten

Eine Analyse des Ausgabeverhaltens zeigt zudem erhebliche Unterschiede beim durchschnittlichen Transaktionswert je nach Nationalität der Besucher.

Während die durchschnittlichen Ausgaben pro ausländischer Transaktion insgesamt bei 35,70 € lagen, verzeichneten Touristen aus Irland mit 90,60 € den höchsten Durchschnittswert pro Transaktion.

Auch Besucher aus portugiesischsprachigen Ländern nehmen bei den Einzeltransaktionen mit dem höchsten Wert einen prominenten Platz ein: Bürger aus Mosambik verzeichneten durchschnittlich 53 € pro Kauf, während Angolaner durchschnittlich 50 € pro Transaktion ausgaben.