Diese Maßnahme wird in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation „Animais de Rua“ durchgeführt, die sich auf die Kontrolle der Streunerpopulationen spezialisiert hat und bereits ähnliche Programme in anderen portugiesischen Gemeinden umgesetzt hat.

Bislang hat die Gemeinde im gesamten Gebiet rund 100 Katzenkolonien identifiziert. Nach Angaben lokaler Behörden steigt die Zahl der streunenden Katzen weiter an, sodass eine groß angelegte Sterilisationsaktion notwendig ist, um ein weiteres Bevölkerungswachstum zu verhindern.

Überwachung der Kolonien

Im Rahmen des Programms werden die Katzen eingefangen, sterilisiert und in die Kolonien zurückgebracht, in denen sie gefunden wurden.

Die Stadtverwaltung von Loulé wird Tollwutimpfungen und Mikrochips bereitstellen, während „Animais de Rua“ die Sterilisationsmaßnahmen überwacht.

Dieser CNR-Ansatz zielt nicht darauf ab, gesunde Katzen dauerhaft aus ihren Revieren zu entfernen, da die Tiere in ihre bestehenden Kolonien zurückgebracht werden, wo ihre Populationen von ausgewiesenen Betreuern überwacht und verwaltet werden können. Laut Animais da Rua umfasst die Methode auch die Kennzeichnung sterilisierter Katzen durch eine kleine Markierung am linken Ohr, wodurch sie erkannt werden können, ohne erneut eingefangen werden zu müssen.

Die Stadtverwaltung beabsichtigt, für jede Kolonie eine Organisation oder eine Einzelperson zu benennen, die für die Fütterung, die Überwachung der Tiere sowie die Meldung von Veränderungen hinsichtlich Gesundheit oder Bestandsgröße verantwortlich ist.

Dieses Programm könnte dazu beitragen, Fortpflanzungskrankheiten und die Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu verringern und gleichzeitig Probleme einzudämmen, die manchmal mit unkontrollierten Kolonien verbunden sind, darunter Lärm, Gerüche und Verkehrsunfälle.

Netzwerk der Betreuer

Loulé plant zudem Maßnahmen, die über die Sterilisation hinausgehen, da derzeit eine Bestandsaufnahme der Kolonien und Katzen durchgeführt und ein Register der Personen erstellt wird, die sich um sie kümmern.

Lokale Behördenvertreter bestätigten, dass die Strategie Aufklärungskampagnen, den Aufbau eines Netzwerks von Koloniebetreuern sowie Maßnahmen zur Organisation der Futtersammlung und -verteilung umfassen wird.

Diese Partnerschaft mit „Animais de Rua“ soll dazu beitragen, die bestehende Warteliste für Sterilisationen abzubauen und die Zahl der durchgeführten Eingriffe zu erhöhen. Nach Angaben der Organisation verbindet ihre CED-Arbeit Sterilisation mit Überwachung, tierärztlicher Versorgung, Fütterung und verantwortungsvoller Vermittlung, sofern die Katzen ausreichend sozialisiert sind.

Gleichzeitig prüft die Stadtverwaltung die Haltungsbedingungen für die Tiere im bestehenden städtischen Tierheim von Loulé, da die Arbeiten am Ausführungsprojekt für ein neues Tierauffang- und Tierschutzzentrum in Benafim kurz vor dem Abschluss stehen.

In der Zwischenzeit umfassen die geplanten Verbesserungen die Schulung des Personals, bessere Unterbringungsmöglichkeiten für Hunde und Katzen, die Bereicherung der Umgebung und die Unterstützung durch die lokale Freiwilligenbank, um die Tiere auszuführen, sowie die Entwicklung einer Vermittlungskampagne.