Die Zeitung „The Portugal News“ berichtete gestern, dass der Minister für innere Verwaltung, Luís Neves, für das Feiertagswochenende überraschende Verkehrskontrollen angekündigt habe.
Neben stichprobenartigen Verkehrskontrollen könnte das Fahren mit Geschwindigkeiten von 180 oder 200 Kilometern pro Stunde (km/h) oder mehr nach der neuen Straßenverkehrsordnung zu einer Straftat werden, berichtet CNN Portugal: „Siebzig Prozent der neuen Straßenverkehrsordnung sind praktisch feststehend“, erklärte Luís Neves auf einer Pressekonferenz in Lissabon.
Die Gesetzgebung zielt darauf ab, ein Umfeld zu schaffen, in dem das Befahren der Straßen nicht gefährlich sein muss und in dem „andere Verkehrsteilnehmer“ respektiert werden.
Die Einstufung von Geschwindigkeiten über 180 oder 200 km/h als Straftat wird derzeit geprüft, da dies derzeit nur als Ordnungswidrigkeit gilt.
Die Ausarbeitung einer neuen Straßenverkehrsordnung war eine der Initiativen, die Luís Neves im April als Maßnahme zur Verringerung von Verkehrsunfällen angekündigt hatte, zusammen mit der Reaktivierung der GNR-Verkehrspolizei, der Installation weiterer Geschwindigkeitskontrollkameras und der Durchführung unangekündigter Verkehrskontrollen.
Luís Neves hat die Verzögerung bei der Ausarbeitung der Nationalen Strategie für Straßenverkehrssicherheit eingeräumt, die seit 2021 auf ihre Verabschiedung wartet. Die Strategie zielt darauf ab, die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten bis 2030 im Vergleich zu 2019 um 50 Prozent zu senken.
Bis zum 15. September analysiert das Ministerium „rund 70 Vorschläge, die im Rahmen der öffentlichen Diskussion zum Entwurf der nationalen Verkehrssicherheitsstrategie eingegangen sind“. Nach Abschluss dieser Phase wird der Entwurf dem Ministerrat zur Genehmigung vorgelegt.
Ab dem 1. November beginnen an vorab ausgewählten Standorten Pilotversuche, „um alle Arten von Fahrverhalten zu erfassen“, fügten die Beamten hinzu.
Laut Luís Neves sollen Programme zum Einsatz kommen, die die Erfassung von Bildmaterial und die Sammlung von Informationen zu verschiedenen Aspekten ermöglichen, darunter Geschwindigkeit, Handybenutzung und „ob das Kennzeichen echt ist oder nicht“, berichtet CNN Portugal.
Bis Anfang 2027 soll ein neues Computersystem für alle Verkehrsverstöße einsatzbereit sein, das eine schnellere Einziehung von Bußgeldern für im Straßenverkehr begangene Verstöße ermöglicht: „Wir sind sehr motiviert (...), gegen diese Missachtung der Gesetze und gegen diesen Bürgerkrieg, den wir auf den Straßen haben, vorzugehen“, betonte der Minister für Innere Verwaltung.








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