Der „Espelho de Água da Fonte da Seiceira“ in Ameixial, im Hinterland der Gemeinde Loulé, vereint Wasser, Vegetation und Schatten und schafft so an den heißesten Tagen des Jahres einen natürlich kühleren öffentlichen Raum.

Das Projekt wurde diese Woche von SIC Notícias als Beispiel dafür hervorgehoben, wie sich Gemeinden an extreme Hitze anpassen können. Während die Initiative in der aktuellen Hitzeperiode erneut Aufmerksamkeit erhält, ist der Ort der Erholung selbst nicht neu.

Er wurde 2016 nach einer Investition von rund 50.000 Euro eingeweiht und bietet der Gemeinde seit einem Jahrzehnt einen kühleren Treff- und Freizeitort.

Agroportal berichtet unter Berufung auf Informationen von Terracrua Design, dass die Idee auf das Jahr 2014 zurückgeht, als in Ameixial ein partizipativer Planungsprozess durchgeführt wurde. Im Rahmen dieses Prozesses identifizierte die lokale Gemeinschaft die Sanierung und Aufwertung der „Fonte da Seiceira“, einer seit Generationen lokal bekannten Quelle, als eine ihrer Prioritäten.

Später wählten die Einwohner das Projekt im Rahmen des Bürgerhaushalts der Gemeinde Loulé aus.

Der so entstandene Ort verbindet Wasser mit altem Baumbestand, Grünflächen und Sitzgelegenheiten und trägt dazu bei, im Sommer für angenehmere Temperaturen zu sorgen.

Heute wird das Areal sowohl von Anwohnern als auch von Besuchern genutzt. Es umfasst zudem einen Restaurantbereich und öffentliche Einrichtungen und hat sich zu einem Treffpunkt für verschiedene Generationen entwickelt, während es gleichzeitig eine Alternative für Menschen bietet, die der Hitze und den überfüllten Stränden der Algarve-Küste entfliehen möchten.

Das Projekt ist besonders relevant in der Serra do Caldeirão, wo die Sommertemperaturen extrem hoch werden können.

Agroportal berichtet, dass das Beispiel Ameixial nun als Modell dafür herangezogen wird, dass Klimaanpassung nicht immer große Infrastrukturmaßnahmen oder Investitionen in Millionenhöhe erfordert. Maßnahmen wie die Renaturierung von Quellen und Wasserläufen, die Ausweitung der Vegetation und der Schattenflächen sowie die Schaffung angenehmer öffentlicher Räume können Gemeinden ebenfalls dabei helfen, Phasen extremer Hitze zu bewältigen.

Da Hitzewellen in ganz Portugal zu einer immer größeren Herausforderung werden, zeigt die erneute Aufmerksamkeit für Ameixial, wie eine relativ geringe Investition, die vor einem Jahrzehnt getätigt wurde, der lokalen Gemeinschaft auch heute noch zugutekommt.