Im Gegensatz zu einer endgültigen Abstimmung über den Beitritt würde das Referendum darüber entscheiden, ob die Beitrittsverhandlungen wieder aufgenommen werden, wobei ein eventuelles Abkommen eine zweite Volksabstimmung erfordern würde. Befürworter verweisen auf wirtschaftliche Stabilität und Sicherheit, während Gegner weiterhin Bedenken hinsichtlich der Fischerei, der Landwirtschaft und der nationalen Souveränität hegen.

Autor: Alexandre Lallemand;

Island beantragte 2009 nach seiner Bankenkrise den Beitritt zur EU, setzte die Verhandlungen jedoch 2013 nach einem Regierungswechsel aus. Ministerpräsidentin Kristrún Frostadóttir versprach das Referendum nach ihrem Amtsantritt im Jahr 2024. Island ist bereits Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums und des Schengen-Raums, was bedeutet, dass viele EU-Vorschriften bereits gelten, obwohl das Land nicht zur Union gehört.