"Auf Beschluss des Ministerrats wurde beschlossen, dass alle Feuerwehrleute, die in der Zeit vom 26. Juli bis zum 27. August in den am stärksten betroffenen Gebieten an vorderster Front gekämpft haben, eine Erhöhung ihres Tageslohns um 25 % erhalten, die um weitere 15 Tage verlängert wird", sagte Maria Lúcia Amaral in der Gemeinde Lousã, Bezirk Coimbra.
Die Ministerin, die heute Morgen die Freiwillige Feuerwehr von Serpins besuchte, betonte auch das Engagement der Regierung, den beruflichen Status der Feuerwehrleute festzulegen, die unbefristete Arbeitsverträge mit lokalen humanitären Organisationen haben.
Laut dem Minister, der sich öffentlich bei den portugiesischen Feuerwehrleuten bedankte, wird die "strenge und faire" Definition ihres Berufsstatus "in den kommenden Monaten ein Anliegen der Regierung sein".
Nach den Bränden, die im Juli und August in Portugal wüteten und mehr als 250.000 Hektar Wald verbrannten, sagte Maria Lúcia Amaral, es sei an der Zeit, "wieder aufzubauen, Ziele zu setzen, die Probleme ernsthaft zu untersuchen und sofort dabei zu helfen, das Leben derjenigen wieder aufzubauen, die schwer betroffen sind."
Die Ministerin räumte gegenüber Reportern ein, dass "angesichts des Ausmaßes der Katastrophe" nicht alles bei der Reaktion auf die Brände gut gelaufen sei, betonte aber, dass es jetzt "an der Zeit sei, zu verstehen, was passiert ist, und zu bewerten".
Der Minister für innere Verwaltung bestritt, dass das Katastrophenschutzsystem zusammengebrochen sei, und erklärte, dass "das Land reagiert hat", obwohl eine kritische Analyse seiner Funktionsweise "auf dem Tisch liegt".
Die Gemeinde Lousã war von einem Großbrand betroffen, der am 14. Mai ausbrach, auf die Nachbargemeinden übergriff und 3 500 Hektar in der Serra de Lousã verbrannte.
Das portugiesische Festland wurde seit Juli von mehreren großen Bränden auf dem Lande heimgesucht, vor allem in den Regionen Nord und Zentral.
Die Brände forderten vier Todesopfer, darunter einen Feuerwehrmann, und mehrere Verletzte, einige davon schwer, und zerstörten ganz oder teilweise Erst- und Zweitwohnungen sowie Bauernhöfe, Viehbestände und Forstwirtschaft.
Nach vorläufigen offiziellen Angaben brannten bis zum 23. August rund 250.000 Hektar im Land, davon allein mehr als 57.000 Hektar bei dem Feuer, das in Arganil ausgebrochen war.