Laut Executive Digest gab es bereits vor dem großflächigen Stromausfall am 28. April 2025 deutliche Hinweise auf die Instabilität des Stromnetzes.

Die Bevölkerung empfand den Stromausfall als unerwartet, doch Anrufe von Unternehmen beim spanischen Betreiber Red Eléctrica zeigen das Gegenteil. Audioaufzeichnungen zeigen, dass die Betreiber Netzschwankungen erkannten und meldeten, aber keine rechtzeitigen Maßnahmen ergriffen wurden, was zum Zusammenbruch in Portugal, Spanien und Teilen Frankreichs führte.

Die spanische Zeitung El Mundo berichtete als erste darüber und bestätigte, dass es Ausfallwarnungen gab, nachdem sie sich Aufnahmen angesehen hatte, die dem Senatsausschuss zur Untersuchung des Vorfalls vorgelegt wurden.

Am 26. April 2025, zwei Tage vor dem Stromausfall, sagte ein Manager des Unternehmens zu dem Betreiber: "Ich rufe an, um herauszufinden, was los ist, denn wir haben viele Schwankungen". Das gleiche Problem wurde am 16. April gemeldet.

Trotz wiederholter Warnungen und Aufforderungen zur Überprüfung - einschließlich der Warnung vor möglichen automatischen Abschaltungen - zeigen die Tonaufnahmen, dass die Betreiber keine vorbeugenden Maßnahmen ergriffen haben.

Die Tonaufnahmen könnten beweisen, dass der Stromausfall durch die Nachlässigkeit des Betreibers und das Versäumnis, auf wiederholte Warnungen angemessen zu reagieren, verursacht wurde, da der Betreiber erklärte: "Wir haben keine Zeit, das zu regeln."