Die Einführung des Systems erfolgte schrittweise, wobei es in Portugal zu Einschränkungen kam, vor allem am Flughafen Lissabon.

Dieses System mit der Bezeichnung Europäisches Einreise-/Ausreisesystem (EES) ist ein automatisiertes System der Europäischen Union, das den Passstempel durch die digitale Erfassung biometrischer Daten (Foto und Fingerabdrücke) für Nicht-EU-Bürger ersetzt. Es wird seit Oktober 2025 schrittweise in der EU eingeführt und ist seit dem 10. April zu 100 % betriebsbereit.

Längere Wartezeiten

Dieses neue System wurde am 12. Oktober in Portugal und anderen Ländern des Schengen-Raums in Betrieb genommen. Seitdem haben sich die Wartezeiten an den Luftgrenzen verschlechtert, insbesondere am Flughafen Lissabon, wo die Passagiere manchmal mehrere Stunden warten mussten.

Die Einführung der zweiten Phase des EES an den portugiesischen Flughäfen am 10. Dezember, die die Erfassung biometrischer Daten vorsieht, führte zu weiteren Einschränkungen am Flughafen Lissabon.

Ende Dezember kündigte die Regierung Notmaßnahmen am Flughafen Humberto Delgado in Lissabon an, um die Wartezeiten im Ankunftsbereich zu verkürzen, nämlich die Aussetzung des EES für drei Monate, das inzwischen wieder in Betrieb genommen wurde.

Umsetzungsphase abgeschlossen

Nach Angaben der Europäischen Kommission wird die Umsetzungsphase des neuen EES am Donnerstag, den 9. April, abgeschlossen sein. Sechs Monate lang konnten die Grenzkontrollbehörden das System in Zeiten mit hohem Reisendenaufkommen teilweise oder vollständig aussetzen, aber ab heute ist eine vollständige Aussetzung nicht mehr möglich.

Auf der täglichen Pressekonferenz der Europäischen Kommission, die am selben Tag stattfand, betonte die Sprecherin Arianna Podestà, dass, "wenn das System gut funktioniert", die Zeit für die Registrierung einer Ein- und Ausreise aus der EU etwa 70 Sekunden betrage, räumte aber ein, dass es in einigen Mitgliedstaaten "technische Umsetzungsschwierigkeiten" gegeben habe.

Sie fügte jedoch hinzu, dass das System "Flexibilität bietet, um einen reibungslosen Ablauf an den Grenzen zu gewährleisten", insbesondere im Sommer, wenn die Grenzkontrollen verstärkt werden sollten.

Mögliche Aussetzung des Systems

Während dieser Zeit, wenn es "übermäßige Wartezeiten" gibt, sagte die Sprecherin, dass die Mitgliedstaaten beschließen können, "die Registrierung der biometrischen Daten auszusetzen".

Für die Kontrolle der Passagiere an den Flughafengrenzen ist der PSP zuständig, eine Zuständigkeit, die er 2023 vom Ausländer- und Grenzschutzdienst übernommen hat, während die Seegrenzen von der GNR kontrolliert werden.

Die Umsetzung des Systems wird vom System der inneren Sicherheit (SSI) in Abstimmung mit dem PSP, der GNR, ANA - Aeroportos de Portugal, den Hafenbehörden und der nationalen Zivilluftfahrtbehörde gewährleistet.