Die Igreja de São Mamede, die nur einen kurzen Spaziergang vom belebten Garten Príncipe Real entfernt liegt, ist ein Zeugnis des Überlebens und des gemeinschaftlichen Glaubens. Die Pfarrei selbst ist eine der ältesten in Lissabon. Sie geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Das verheerende Erdbeben von 1755 machte das ursprüngliche Gotteshaus völlig dem Erdboden gleich, so dass die Gemeinde gezwungen war, ihren Standort nach Westen auf diesen Hügel zu verlegen. Mit dem Bau der neuen Kirche wurde 1782 begonnen, doch eine Reihe finanzieller Schwierigkeiten führte dazu, dass sie erst 1861 offiziell eingeweiht werden konnte.
Die Tragödie nahm jedoch kein Ende. Im Mai 1921 wurde das Gebäude von einem katastrophalen Feuer heimgesucht, das das gesamte Innere der Kirche zerstörte. Die schnell wieder aufgebaute und 1924 wiedereröffnete Kirche besticht heute durch eine überraschend schlichte Fassade, die sich nahtlos in die Straße einfügt und ein erstaunlich helles Inneres verbirgt. Im Inneren können die Besucher die berühmten portugiesischen Azulejos bewundern. Prächtige blau-weiße Kacheltafeln aus den 1930er Jahren, die das Leben des Heiligen Mamede darstellen. Es ist ein wunderbares, ruhiges Fleckchen Erde in einem der schicksten und trendigsten Viertel Lissabons.





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