Nach Angaben der GNR nutzen kriminelle Netzwerke zunehmend ausgeklügelte Online-Betrugsmaschen, um sich unrechtmäßige finanzielle Gewinne zu verschaffen, persönliche Daten und Bankdaten zu stehlen sowie Geräte mit Malware zu infizieren. Die Behörden gehen davon aus, dass diese Aktivitäten im Verlauf des Wettbewerbs noch zunehmen werden.

Diese Warnung erfolgt vor dem Hintergrund eines starken Anstiegs von Websites mit FIFA-Bezug: Zwischen Januar und Mai dieses Jahres wurden weltweit mehr als 13.000 Domains registriert, von denen etwa 8,8 Prozent als bösartig oder verdächtig eingestuft wurden.

Kriminelle Taktiken

Die GNR erklärte, dass Betrüger in der Regel auf drei Taktiken zurückgreifen: Sie erzeugen ein falsches Gefühl der Dringlichkeit und überzeugen die Opfer davon, sofort handeln zu müssen, um sich eine exklusive Gelegenheit zu sichern; sie geben sich über überzeugende Websites, E-Mails und Social-Media-Inhalte als seriöse Organisationen aus; und sie versuchen, Geld oder sensible persönliche und finanzielle Informationen über schwer nachverfolgbare Zahlungsmethoden oder betrügerische Datenerfassungsformulare zu erlangen.

In den letzten Wochen, in denen die Zahl der mit der Weltmeisterschaft verbundenen digitalen Transaktionen zugenommen hat, stellte die GNR ein wiederkehrendes Muster krimineller Aktivitäten fest, das gefälschte Sammlerstücke, betrügerischen Ticketverkauf und gefälschte offizielle Fanartikel umfasst.

Die Behörden haben bereits sechs Anzeigen wegen Betrugs im Zusammenhang mit dem Kauf von Aufklebern und Sammlerstücken zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026 registriert; diese Betrugsmaschen wurden über betrügerische Websites und Social-Media-Plattformen durchgeführt, was zeigt, dass die Bedrohung bereits besteht, noch bevor das Turnier überhaupt richtig begonnen hat.

So schützen Sie sich

Um das Risiko zu verringern, Opfer eines Betrugs zu werden, empfiehlt die GNR den Verbrauchern, nicht auf Links in unaufgeforderten E-Mails mit Bezug zur FIFA zu klicken, niemals Kartendaten auf verdächtigen Plattformen einzugeben, keine von Streaming-Websites empfohlene Software zu installieren, keine Ausweisdokumente an Wettplattformen zu senden sowie WhatsApp-Nachrichten zu ignorieren, die für FIFA-Werbeaktionen werben.

Die Behörde betonte zudem, dass jeder, der Opfer eines Betrugs wird, den Vorfall bei seiner örtlichen Polizeidienststelle melden sollte. Nach Angaben der Behörden ist die Meldung durch die Öffentlichkeit unerlässlich, um neue Bedrohungen zu überwachen und die Bemühungen zur Bekämpfung von Online-Betrug zu verstärken.