In einer Parlamentsdebatte erklärte Montenegro, die Belohnung der Anwesenheit am Arbeitsplatz sei ein Grundsatz, den die Regierung unterstütze, und gab bekannt, dass diese Idee bereits zuvor bei Verhandlungen mit den Sozialpartnern erörtert worden sei.
Nach Angaben des Ministerpräsidenten erwog die Regierung die Einführung einer Maßnahme, die Arbeitnehmern mit guter Anwesenheitsbilanz zusätzliche Urlaubstage gewähren sollte. Der Vorschlag wurde jedoch letztendlich nicht in das dem Parlament vorgelegte Arbeitsrechtsreformpaket aufgenommen, nachdem bei umfassenderen Verhandlungen in mehreren Punkten keine Einigung erzielt werden konnte.
Die Möglichkeit zusätzlicher Urlaubstage wurde im Rahmen der Diskussionen über die Arbeitsrechtsreform immer wieder erörtert. Frühere Vorschläge sahen vor, Arbeitnehmern zu gestatten, jedes Jahr unmittelbar vor oder nach den Urlaubszeiten bis zu zwei Tage begründetes Fernbleiben von der Arbeit in Anspruch zu nehmen.
Im Laufe der Verhandlungen kam eine weitere Option ins Spiel: die Wiedereinführung eines Systems, bei dem der reguläre Jahresurlaubsanspruch von 22 Tagen um bis zu drei zusätzliche Tage für Arbeitnehmer erhöht würde, die das ganze Jahr über eine hohe Anwesenheitsquote vorweisen konnten.
Dieser Vorschlag wurde nicht in den endgültigen Gesetzentwurf aufgenommen, der derzeit vom Parlament geprüft wird. Stattdessen enthält der Gesetzentwurf eine Regelung, die es Arbeitnehmern ermöglicht, bis zu zwei zusätzliche Urlaubstage zu erwerben.
Das Thema ist zu einem der Kernpunkte der laufenden politischen Diskussionen rund um die Arbeitsrechtsreform geworden. Die Partei „Chega“ hat argumentiert, dass zusätzlicher Urlaubsanspruch eine Belohnung für Anwesenheit sein sollte, und sich dafür ausgesprochen, die drei zusätzlichen Tage wieder einzuführen, anstatt den Arbeitnehmern den Kauf von zusätzlichem Urlaub zu gestatten.
Montenegros Äußerungen deuten darauf hin, dass die Regierung im weiteren Verlauf der Diskussionen möglicherweise noch bereit ist, Änderungen am Vorschlag in Betracht zu ziehen.
Das umfassendere Arbeitsreformpaket deckt eine Reihe von Beschäftigungsfragen ab und wird voraussichtlich in den kommenden Wochen im Parlament weiter debattiert werden.
Befürworter von anwesenheitsabhängigen Urlaubsanreizen argumentieren, dass diese Engagement und Zuverlässigkeit am Arbeitsplatz belohnen, während Kritiker bereits Bedenken geäußert haben, wie sich solche Maßnahmen auf Arbeitnehmer auswirken könnten, die aus gesundheitlichen oder familiären Gründen berechtigte Abwesenheiten von der Arbeit benötigen.
Bislang ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen, doch die Äußerungen des Ministerpräsidenten deuten darauf hin, dass die Möglichkeit eines an die Anwesenheit geknüpften zusätzlichen Urlaubs weiterhin in Erwägung gezogen wird.








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