Der Personenverkehr könnte eines Tages nach Sines zurückkehren, allerdings nicht auf der derzeitigen Bahnstrecke der Stadt, die seit der Einstellung des Personenverkehrs im Jahr 1990 ausschließlich für den Güterverkehr genutzt wird.
Stattdessen prüft Infraestruturas de Portugal (IP) eine neue Bahnstrecke, die sowohl für Personen- als auch für Güterzüge ausgelegt wäre. Nach Angaben des Ministeriums für Infrastruktur und Wohnungswesen ist das Projekt Teil des nationalen Eisenbahnplans Portugals und zielt darauf ab, die Transportkapazität zum und vom Hafen von Sines zu erhöhen und gleichzeitig eine Alternative zur bestehenden Bahnstrecke zu schaffen.
Die Regierung hat bestätigt, dass es keine Pläne gibt, den Personenverkehr auf der bestehenden Strecke nach Sines wieder aufzunehmen, die im Laufe der Jahre angepasst wurde, um die Güterverkehrsanbindungen zum Hafen zu stärken.
Das vorgeschlagene Projekt wurde vor Ort positiv aufgenommen. Der Bürgermeister von Sines, Álvaro Beijinha, hatte zuvor argumentiert, dass die Wiederherstellung der Personenzugverbindungen es den Menschen erleichtern würde, in den angrenzenden Gebieten zu wohnen und in die Stadt zu pendeln, was dazu beitragen würde, den Druck auf den lokalen Wohnungsmarkt zu verringern.
Unterdessen soll die neue Eisenbahnverbindung zwischen Évora und der spanischen Grenze voraussichtlich Anfang 2027 in Betrieb genommen werden. Nach der Inbetriebnahme wird erwartet, dass sich die Transportzeiten für Güter zwischen Sines und Spanien um etwa dreieinhalb Stunden verkürzen und gleichzeitig die Transportkosten sinken, was den Hafen von Sines als internationalen Logistikknotenpunkt weiter stärken wird.






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