Derzeit ist dies der größte Preisunterschied zwischen verschiedenen Wohnungsgrößen auf dem portugiesischen Neubaumarkt.
Die Untersuchung vergleicht die durchschnittlichen Angebotspreise der letzten drei Monate mit denen des Vorjahreszeitraums und zeigt, dass der Wechsel von einer Einzimmerwohnung (T1) zu einer Zweizimmerwohnung (T2) nun zusätzliche Kosten in Höhe von 84.999 € verursacht. Der Umzug von einer T2 in eine T3 erfordert eine durchschnittliche Zusatzinvestition von 70.001 €.
Die größte Veränderung im vergangenen Jahr betraf die Kosten für den Wechsel von einer T1 zu einer T2. Käufer benötigen nun rund 15.000 € mehr als noch vor einem Jahr, um diesen Schritt zu vollziehen. Gleichzeitig hat sich der Preisunterschied zwischen T2- und T3-Wohnungen um einen ähnlichen Betrag verringert, obwohl der Kauf einer größeren Immobilie nach wie vor mit erheblichen Kosten verbunden ist.
Zweizimmerwohnungen verzeichnen weiterhin die stärkste Nachfrage
Unter allen Wohnungstypen verzeichneten T2-Wohnungen den stärksten Wertzuwachs im Jahresvergleich.
Ihr durchschnittlicher Angebotspreis stieg von 295.000 € auf 324.999 €, was einem Anstieg von 10,2 % im vergangenen Jahr entspricht.
Auf dem übrigen Markt fielen die Preisanstiege weniger drastisch aus. T1-Wohnungen liegen nun im Durchschnitt bei 240.000 €, was einem Anstieg von 6,7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, während T3-Wohnungen bei rund 395.000 € liegen. Vierzimmerwohnungen nähern sich nun der Halb-Millionen-Euro-Marke mit Durchschnittspreisen von 495.000 Euro. Im oberen Preissegment sind Wohnungen mit fünf oder mehr Schlafzimmern nach wie vor mit Abstand am teuersten und liegen nach einem jährlichen Anstieg von 5,3 % im Durchschnitt bei 790.000 Euro.
Sylvia Bozzo, Marketingmanagerin bei Imovirtual, erklärte, die Zahlen verdeutlichten, unter welchem zusätzlichen finanziellen Druck Käufer bei der Suche nach größeren Wohnungen mittlerweile stünden.
Sie merkte an, dass viele Familien zunehmend den Kompromiss zwischen Platzangebot, Lage und Erschwinglichkeit abwägen müssen, während der anhaltende Preisanstieg bei T2-Immobilien deren Beliebtheit bei Käufern widerspiegelt, die ein Gleichgewicht zwischen Praktikabilität und Budget suchen.
Die Algarve verzeichnet einen der stärksten Preisanstiege
Obwohl Lissabon mit einem durchschnittlichen Wohnungspreis von 560.250 € nach wie vor Portugals teuerster Markt ist, haben sich die Preise in der Hauptstadt leicht entspannt und sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 % gesunken.
Unterdessen verzeichnete die Algarve einen der stärksten Anstiege unter den großen Immobilienmärkten des Landes. Die durchschnittlichen Wohnungspreise stiegen um 17 % und erreichten 510.000 €.
Madeira folgte dicht dahinter mit einem Durchschnittspreis von 500.000 €, während Porto einen leichten Rückgang um 1,7 % verzeichnete, wodurch die Durchschnittspreise auf 379.900 € sanken. In Setúbal stiegen die Preise für Wohnungen um 2,8 % auf 365.000 €.
Einige der größten Preisanstiege waren abseits der größten Städte Portugals zu beobachten. Beja führte die Liste an, wo die Durchschnittspreise um 35,1 % in die Höhe schossen, während Viseu mit einem Anstieg von 29,3 % folgte. Die Zahlen deuten darauf hin, dass Käufer zunehmend über die üblichen Immobilienmärkte des Landes hinausschauen.
Die Preise variieren je nach Standort stark
Die Unterschiede zwischen den Regionen werden noch deutlicher, wenn man die einzelnen Wohnungsgrößen vergleicht.
In Lissabon liegt der durchschnittliche Angebotspreis für eine T5+-Wohnung mittlerweile bei 1,1 Millionen Euro. Die gleiche Art von Immobilie kostet sowohl an der Algarve als auch in Porto rund 860.000 Euro.
Lissabon bleibt auch der teuerste Markt des Landes für Wohnungen mit vier Schlafzimmern, wo der Durchschnittspreis bei 615.000 € liegt. Die Algarve folgt mit 535.000 €, während der Durchschnittspreis in Porto bei 499.900 € liegt.
Bei Wohnungen mit zwei Schlafzimmern sind die regionalen Unterschiede weniger ausgeprägt, aber dennoch erheblich. Die durchschnittlichen Angebotspreise liegen in Lissabon bei 390.000 €, verglichen mit 285.000 € in Porto, 245.000 € in Aveiro, 230.000 € in Coimbra und 210.000 € in Braga.
Da die Immobilienpreise in weiten Teilen des Landes weiter steigen, verdeutlichen diese Zahlen, wie teuer es für Käufer geworden ist, die nach mehr Wohnraum suchen. Für viele Haushalte hängt die Entscheidung für ein größeres Zuhause zunehmend nicht nur von ihren Bedürfnissen ab, sondern auch davon, ob eine Ausweitung des Budgets realistisch ist – oder ob ein Blick über die teuersten Märkte des Landes hinaus eine erschwinglichere Alternative bietet.









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