Die 48. Ausgabe der Veranstaltung, die von Samstag bis zum 9. August in den Gärten der Avenida Júlio Graça stattfindet, steht unter dem Motto „Immaterielles Kulturerbe der Menschheit“. Zum ersten Mal beschränkt sich dieses Thema nicht auf eine bestimmte Ausstellung, sondern zieht sich durch das gesamte 16-tägige Kulturprogramm.
Caretos de Podence, Fado, Cante Alentejano (polyphoner Gesang aus dem Alentejo), Falknerei, portugiesische Reitkunst, Tonfiguren aus Estremoz und die mediterrane Ernährung gehören zu den von der UNESCO anerkannten Ausdrucksformen, die im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen präsentiert werden.
Das Programm beginnt am 25. Juli mit der Gestaltung eines Blumenteppichs – einer Tradition, die die Gemeinde Vila do Conde für die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit vorschlagen möchte –, gefolgt von einem Auftritt der Caretos de Podence am Veranstaltungsort.
Am folgenden Tag steht die portugiesische Falknerei im Mittelpunkt einer Kinderveranstaltung, bei der die Kinder engen Kontakt zu einem Raubvogel haben. Die portugiesische Reitkunst hingegen wird im Rahmen einer Vorführung der Quinta d’Agra präsentiert.
Auch die Musik wird eine herausragende Rolle spielen, mit einem Fado-Abend am Montag und zwei Auftritten des Cante Alentejano: der erste am 2. August durch die Gruppe „Os da Boina“ während des „Tages der Spitzenklöppler“ (Dia da Rendilheira) und die zweite bei der Abschlusszeremonie am 9. August durch „Cantum“ (die Cante-Alentejano-Gruppe der Universität Minho).
Die Klöppelspitze, eine weitere kulturelle Ausdrucksform, deren Anerkennung durch die UNESCO sich Vila do Conde erhofft, wird ein Höhepunkt des „Tages der Spitzenklöpplerinnen“ sein, mit Live-Vorführungen von Kunsthandwerkerinnen verschiedener Generationen sowie einer Diskussion am 8. August über die Geschichte, die Techniken und den Erhalt dieser Tradition.
Auf dem Programm stehen außerdem ein Workshop zu den Tonfiguren aus Estremoz und eine Installation, die von den „Festas do Povo“ (Volksfesten) von Campo Maior inspiriert ist und aus einem riesigen Tamburin besteht, das im Musikpavillon der Gärten der Avenida Júlio Graça aufgestellt wird.
Die „Gastronomischen Tage“, inspiriert von der mediterranen Ernährung, präsentieren kulinarische Traditionen aus verschiedenen Regionen Portugals, darunter Trás-os-Montes, Entre Douro e Minho, Beiras, Ribatejo, Estremadura, Alentejo, die Algarve, die Azoren und Madeira, wobei der Schwerpunkt auf lokalen und saisonalen Produkten liegt.
Die thematische Ausstellung wird zudem portugiesische kulturelle Ausdrucksformen hervorheben, die von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes, das dringend geschützt werden muss, aufgenommen wurden, wie beispielsweise die Herstellung von Kuhglocken, die schwarze Töpferkunst aus Bisalhães und das Moliceiro-Boot, eine Form des traditionellen Bootsbaus aus der Region Aveiro.
Neben Klöppelspitzen und Blumenteppichen wird die Ausstellung auch den Holzbootbau präsentieren und so eine Verbindung zwischen international anerkanntem Kulturerbe und Praktiken herstellen, die Vila do Conde fördern und offiziell anerkennen lassen möchte.
Die von der Vereinigung zum Schutz des Handwerks und des Kulturerbes von Vila do Conde sowie der Stadtverwaltung organisierte 48. Nationale Handwerksmesse bietet freien Eintritt.









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