Im Mittelpunkt der Operation stand das Netzwerk „The Com“, und die gemeinsame Aktion führte zur Kennzeichnung von 4.340 URLs (digitalen Adressen), die mit nihilistischem gewalttätigem Extremismus in Verbindung stehen. Diese Ideologie lehnt das bestehende Gesellschaftsmodell ab und setzt Gewalt ein, um es zu zerstören, ohne eine Alternative anzubieten.

Die Nationale Anti-Terror-Einheit der Polícia Judiciária (PJ) beteiligte sich an der gemeinsamen Aktion, die von der Europol-Einheit koordiniert wurde, die auf die Aufdeckung, Analyse und Kennzeichnung terroristischer und gewalttätig-extremistischer Inhalte im Internet spezialisiert ist, sowie vom spanischen Informationszentrum gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität (CITCO).

Ziel der Operation war es, das digitale Ökosystem zu stören, die Verbreitung von Propaganda einzudämmen, neue Ermittlungsansätze zu identifizieren und „die Reaktionsfähigkeiten sowie das Bewusstsein der Plattformen hinsichtlich der von diesen Gruppen produzierten terroristischen Online-Inhalte zu stärken“.

In ihrer Erklärung beschrieb die PJ die Art der Inhalte: Videos und Bilder, die Selbstverletzung, Selbstmord, sexuellen Missbrauch von Kindern, Tierquälerei und gewalttätige Übergriffe zeigen.

Dazu gehörten auch Anleitungen zu Grooming, Mord und dem Bau improvisierter Sprengsätze, „in einem Kontext, in dem Minderjährige sowohl als Opfer als auch als Täter auftreten“.

Neben Portugal waren an der Operation Belgien, Finnland, Ungarn, Irland, Luxemburg, die Niederlande, Spanien und Schweden beteiligt.

In Portugal wurden die 132 Inhalte auf der Plattform Telegram entdeckt, die die PJ als Dreh- und Angelpunkt für die extremsten Elemente des „The Com“-Netzwerks identifiziert – mit privaten Foren und Chatrooms, „in die Opfer und potenzielle Mitglieder weitergeleitet werden, nachdem sie zunächst über offene Social-Media-Netzwerke rekrutiert wurden“.