Vorläufige Daten der IPMA zeigen, dass die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Juli lediglich 0,8 Millimeter betrug, was weniger als 8 % der für diesen Monat erwarteten normalen Niederschlagsmenge entspricht.

Damit war der Juli 2026 der trockenste Juli des 21. Jahrhunderts und der acht trockenste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1931.

Regenausfall

In weiten Teilen des Landes blieb es im Laufe des Monats fast vollständig regenfrei. Mit Ausnahme der Bezirke Viana do Castelo und Braga wurden auf dem portugiesischen Festland im Allgemeinen keine Niederschläge verzeichnet.

Der Regenmangel hat zu einer erheblichen Ausweitung der meteorologischen Dürre geführt. Ende Juni waren mehr als 60 % des portugiesischen Festlands von Dürrebedingungen betroffen, doch bis Ende Juli hatten sie sich auf das gesamte Staatsgebiet ausgebreitet.

Nach Angaben des IPMA reichen die Dürrebedingungen derzeit von leicht bis mäßig.

Hitzewellenrekorde

Der Juli war zudem besonders warm. Die durchschnittliche Lufttemperatur erreichte 24,04 °C, womit er der siebtwärmste Juli auf dem portugiesischen Festland seit 1931 war.

In diesem Monat kam es zwischen dem 2. und 5. Juli zu einer Hitzewelle, von der vor allem das Landesinnere im Norden und in der Mitte des Landes betroffen war.

In diesem Zeitraum wurden zudem mehrere neue Temperaturrekorde verzeichnet. Die höchste im Monat gemessene Höchsttemperatur betrug 44,3 °C und wurde am 3. Juli in Mora gemessen.

Brandgefahr

Die Kombination aus sehr geringen Niederschlägen, hohen Temperaturen und trockenen Bedingungen hat zudem Anfang August in mehreren Teilen Portugals zu einer erhöhten Waldbrandgefahr beigetragen.

Mehr als 60 Gemeinden wurden am Wochenende in die höchste Brandgefahrenstufe eingestuft, darunter auch Gemeinden im Bezirk Faro.

Die endgültigen klimatologischen Berichte des IPMA für Juli, die das portugiesische Festland und die Inseln abdecken, werden voraussichtlich Mitte August veröffentlicht.