Die Zahlen wurden dem „Diário de Notícias“ und „Dinheiro Vivo“ vom Cybersicherheitsunternehmen ESET zur Verfügung gestellt und zeigen, dass Kriminelle zunehmend künstliche Intelligenz und neue Methoden einsetzen, um Internetnutzer ins Visier zu nehmen.

Wie aus dem aktuellen Bedrohungsbericht von ESET hervorgeht, finden Cyberkriminelle neue Wege, KI im Rahmen ihrer Angriffe einzusetzen, während traditionellere Methoden wie Phishing weiterhin Probleme verursachen.

Erkannte Bedrohungen

In Portugal machte Phishing in den ersten sechs Monaten des Jahres rund 40 % der erkannten Bedrohungen aus.

Bei diesen Angriffen geben sich Kriminelle in der Regel als vertrauenswürdiges Unternehmen oder eine Organisation aus, um Menschen dazu zu bringen, Passwörter, Bankdaten oder andere persönliche Informationen preiszugeben.

Auch QR-Codes werden zunehmend für Betrugsversuche genutzt. Anstatt jemanden aufzufordern, auf einen verdächtigen Link zu klicken, können Kriminelle ihre Opfer über einen QR-Code auf betrügerische Websites leiten, wodurch es schwieriger wird, sofort zu erkennen, wohin der Link führt.

Eine weitere auffällige Veränderung ist die Zunahme von Bedrohungen, die auf Apple-Computer abzielen. Macs galten bei vielen Nutzern traditionell als weniger anfällig für Cyberangriffe als Windows-Computer, doch die neuesten Zahlen aus Portugal zeigen, dass sie keineswegs immun sind.

Künstliche Intelligenz

Der globale Bericht von ESET weist zudem auf die wachsende Rolle der künstlichen Intelligenz bei der Cyberkriminalität hin. KI-Tools können dazu genutzt werden, betrügerische Nachrichten überzeugender zu gestalten und Kriminellen dabei zu helfen, ausgefeiltere Angriffe zu entwickeln.

Gleichzeitig wird die Technologie auch von Cybersicherheitsunternehmen genutzt, um verdächtige Aktivitäten zu erkennen und auf neue Bedrohungen zu reagieren.

Die neuesten Zahlen sind ein weiterer Hinweis darauf, dass sich Online-Betrugsmaschen ständig weiterentwickeln, wobei Kriminelle bekannte Methoden wie Phishing mit neueren Werkzeugen wie KI und QR-Codes kombinieren.

ESET empfiehlt Nutzern, bei unerwarteten E-Mails und Nachrichten vorsichtig zu bleiben, das Öffnen verdächtiger Links oder Anhänge zu vermeiden und das Ziel von QR-Codes zu überprüfen, bevor sie persönliche oder finanzielle Daten eingeben.