Neben Rindfleisch wird die EU auch Geflügel, Eier, Honig und Innereien aus Brasilien verbieten. Die Maßnahme tritt trotz der Forderungen Brasiliens, sie zu verschieben oder rückgängig zu machen, in Kraft.
Die Aussetzung der Einfuhr von brasilianischem Rindfleisch wurde Berichten zufolge vom Büro des EU-Kommissars für Tiergesundheit und Tierschutz, Oliver Varhelyi, in einer vom irischen Europaabgeordneten Ciaran Mullooly veröffentlichten Erklärung bestätigt. Der Europaabgeordnete erklärte in einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X, die Europäische Kommission habe bestätigt, dass die Probleme im Bereich der Lebensmittelsicherheit nicht gelöst worden seien.
Brüssel erklärte zudem, dass die Aussetzung aufgehoben werden könnte, sollte Brasilien nachweisen, dass es die Anforderungen der Europäischen Union erfüllt.
Gründe für das Einfuhrverbot
Die Aussetzung ist auf europäische Vorschriften zum Einsatz von antimikrobiellen Mitteln bei zur Lebensmittelerzeugung gehaltenen Tieren zurückzuführen. Berichten zufolge hat die Europäische Union Brasilien im Mai von der Liste der Drittländer gestrichen, die zum Export von tierischen Erzeugnissen für den menschlichen Verzehr zugelassen sind, und festgelegt, dass die Entscheidung am 3. September in Kraft treten würde.
Die Europäische Kommission soll zu dem Schluss gekommen sein, dass Brasilien keine ausreichenden Garantien für die Einhaltung der europäischen Anforderungen hinsichtlich des Einsatzes von antimikrobiellen Mitteln während des gesamten Lebenszyklus der exportierten Tiere gegeben habe.
Mit anderen Worten: Die Europäische Union erlaubt nicht, dass bestimmten Tieren bestimmte Medikamente verabreicht werden. Die betreffenden Medikamente werden eingesetzt, um das Wachstum der Tiere zu fördern und deren Ertrag zu steigern. Die Europäische Union schränkt zudem den Einsatz von Antibiotika ein, die der Behandlung von Krankheiten beim Menschen vorbehalten sind.
Möglichkeit einer Rücknahme
Obwohl die Maßnahme bereits in Kraft ist, hat die Europäische Kommission darauf hingewiesen, dass die Importe wieder aufgenommen werden könnten, und versichert, dass sie in ständigem Kontakt mit den brasilianischen Behörden bleiben werde.
Die Sprecherin der Europäischen Kommission, Paula Pinho, versicherte auf einer Pressekonferenz, dass sie Vertrauen in Brasilien und dessen Engagement zur Lösung der Situation habe. Eva Hrncirova, die Sprecherin der Europäischen Kommission für Gesundheit, erklärte, dass die Aussetzung den Prozess nicht endgültig beende.









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