Die jüngste Schätzung des Nationalen Statistikinstituts (INE) zeigt, dass die jährliche Inflationsrate von 3 % im Juli auf 3,3 % im August gestiegen ist.

Nach Angaben des INE war dieser Anstieg fast ausschließlich auf die gestiegenen Kraftstoffpreise zurückzuführen.

Besonders deutlich machte sich dies in der breiter gefassten Kategorie „Energie“ bemerkbar. Die Jahresrate für Energieprodukte stieg im August auf 12,2 %, verglichen mit 8,7 % im Vormonat.

Bei Lebensmitteln stellte sich die Situation etwas anders dar. Die Jahresrate für unverarbeitete Lebensmittel, zu denen unter anderem frisches Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch zählen, dürfte sich von 3,7 % im Juli auf 3,4 % im August verlangsamt haben.

Die Kerninflation, bei der die stärker schwankenden Kategorien Energie und unverarbeitete Lebensmittel unberücksichtigt bleiben, stieg ebenfalls leicht an. Sie lag im August schätzungsweise bei 2,7 %, verglichen mit 2,6 % im Juli.

Vergleicht man die Preise mit dem Vormonat statt mit dem August des Vorjahres, stieg der Verbraucherpreisindex um schätzungsweise 0,1 %.

Dies folgt auf einen monatlichen Rückgang um 0,5 % im Juli. Im August des Vorjahres waren die Preise im Vergleich zum Vormonat um 0,2 % gesunken.

Auch die durchschnittliche Inflationsrate der letzten 12 Monate stieg leicht an und erreichte 2,7 %, verglichen mit 2,6 % im Juli.

Ein weiterer vom INE verwendeter Indikator, der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), verzeichnete einen stärkeren Anstieg.

Dieser Indikator eignet sich besonders gut für den Vergleich der Preisentwicklungen in Portugal mit denen in anderen Ländern der Europäischen Union. Die jährliche HICP-Rate für Portugal wird für August auf 3,6 % geschätzt, nach 3,1 % im Juli.

Bei den Zahlen für August handelt es sich derzeit um eine Vorabschätzung auf der Grundlage der dem INE bereits vorliegenden Informationen.

Die endgültigen Zahlen zum Verbraucherpreisindex für August werden am 10. September veröffentlicht.