Auf einer Veranstaltung des Adult Immunization Board (AIB) diskutierten nationale und internationale Experten über Impfmaßnahmen und -strategien, die sich an medizinisches Fachpersonal, Schwangere, ältere Menschen und immungeschwächte Personen richten.
Unter den Vorschlägen, die auf dem Treffen vorgestellt und heute an Lusa weitergegeben wurden, ragen Maßnahmen zur Integration von Impfungen in die Politik für gesundes Altern und Langlebigkeit heraus, die Teil eines der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) sind.
Die Techniker wiesen darauf hin, dass Portugal sich an der Immunisierungsagenda 2030 (IA2030) orientieren muss, einer globalen Strategie der Weltgesundheitsorganisation(WHO) zur Maximierung der Wirkung von Impfstoffen.
Nach Angaben der WHO könnte die IA2030 bei vollständiger Umsetzung bis zum Jahr 2030 50 Millionen Menschenleben retten und sicherstellen, dass Menschen aller Altersgruppen überall Zugang zu Impfungen haben.
Auf der AIB-Tagung schlugen die Experten außerdem vor, das Nationale Impfprogramm (PNV) zu erweitern, um mehr Impfstoffe einzubeziehen und die ärztliche Verschreibung abzuschaffen.
Diskutiert wurde auch die Einführung von einkommensabhängigen Zuzahlungen oder Rückerstattungen, die einen gerechteren Zugang gewährleisten, sowie die Verbesserung der Beschaffungssysteme, die Einsparungen ermöglichen und die Aufnahme neuer Impfstoffe in das PNV erlauben könnten.
Im Vorfeld der Veranstaltung räumte der Lungenfacharzt Filipe Froes gegenüber Lusa ein, dass das PNV nach wie vor sehr auf das pädiatrische Alter fokussiert" sei, und stellte fest, dass es immer noch nicht richtig an ein lebenslanges Immunisierungsprogramm angepasst sei.
Um die Durchimpfungsraten zu erhöhen, vor allem bei der älteren Bevölkerung, schlägt Filipe Froes vor, die Strategie 95-95-95" anzuwenden, um eine Durchimpfungsrate von 95 % bei Senioren über 65 Jahren, chronisch Kranken und Angehörigen der Gesundheitsberufe zu erreichen und so die Auswirkungen der Infektion deutlich zu verringern.
Zielgerichtet
Die Experten betonten die Notwendigkeit einer "gezielten und evidenzbasierten Kommunikation, die Impfungen mit gesundem Altern, der Vorbeugung chronischer Krankheiten und Lebensqualität in Verbindung bringt".
Den Schlussfolgerungen des Treffens zufolge sollte die Bekämpfung von Fehlinformationen mit klaren Botschaften erfolgen, die an verschiedene Zielgruppen angepasst sind und ein Gleichgewicht zwischen wissenschaftlicher Strenge und verständlicher Sprache herstellen.
"Die Bevölkerung sollte als Partner und nicht nur als Zielscheibe von Kampagnen behandelt werden. Die Übertragung von Wirksamkeit und Erfassungsraten in greifbare Größen - wie etwa eingesparte Krankenhausbetten - kann das Vertrauen der Angehörigen der Gesundheitsberufe und der Bürger stärken", heißt es in dem Text.
Die Experten empfahlen außerdem eine kontinuierliche Schulung der Angehörigen der Gesundheitsberufe und einen erleichterten Zugang zu aktuellen Informationen in praktischen Formaten.
In Bezug auf die Logistik wurde die Aufrechterhaltung und Ausweitung der Impfstellen durch die Zusammenarbeit zwischen dem Nationalen Gesundheitsdienst(SNS) und den Apotheken befürwortet, zusätzlich zu aktiven Einladungen an die in Frage kommenden Gruppen und vereinfachten Initiativen zur Terminplanung, wie z. B. das Modell der "offenen Tür".









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