Nach einem Bericht des portugiesischen Instituts für Meer und Atmosphäre(IPMA) haben Mora und Alvega (Abrantes) den bisherigen absoluten Extremwert für den Mai übertroffen, der am 30. Mai 1953 in Pinhão und an den letzten beiden Maitagen 2001 in Termas de Monfortinho mit 40ºC gemessen wurde.

Nach den heute Morgen aktualisierten Daten der IPMA befinden sich 16 automatische Wetterstationen in einer Hitzewelle.

Obwohl die Hitzeperiode den gesamten Kontinent betrifft, begann die Hitzewelle am 20. Mai und tritt in den Regionen Alentejo und Tejo-Tal auf. In der Zentralregion und an der Küste ist nach Angaben der IPMA auch die Station Anadia in eine Hitzewelle geraten.

Nach der Anzahl der Tage ist diese Hitzewelle mit 7,9 Tagen die achtlängste. Die längste war 1964 mit 9,7 Tagen. Was das Ausmaß betrifft, so ist diese Episode die drittgrößte.

Nach Angaben des IPMA (Portugiesisches Institut für Meer und Atmosphäre) wurden bisher 22 neue Lufttemperaturhöchstwerte gemessen, einer am Dienstag und die anderen am Mittwoch. Außerdem wurden vier neue Höchst- und Tiefsttemperaturen gemessen.

Das IPMA warnt vor der hohen Wahrscheinlichkeit, dass weitere Orte in eine Hitzewelle eintreten werden, insbesondere in den nördlichen und zentralen Regionen des Landesinneren.

Eine Hitzewelle liegt vor, wenn die Tageshöchsttemperatur an mindestens sechs aufeinanderfolgenden Tagen um 5 °C über dem durchschnittlichen Tageshöchstwert des jeweiligen Monats liegt.

Zu Vergleichszwecken wird ein Referenzzeitraum herangezogen, derzeit der Zeitraum 1991-2020.

Das portugiesische Institut für Meer und Atmosphäre (IPMA) erklärt, dass Hitzewellen zu jeder Jahreszeit auftreten können, ihre Auswirkungen jedoch im Sommer am stärksten spürbar sind.

Hitzewellen gibt es seit den 1940er Jahren (als mehr Daten zur Verfügung standen), aber in den letzten 30 Jahren wurden auf dem Festland mehr Fälle extremer Hitzewellen im Sommer beobachtet. Das nördliche und zentrale Landesinnere sowie die Region Alentejo sind am stärksten betroffen.